Was ist REM-Schlaf?

 

REM-Schlaf ist eine Schlafphase, die von raschen Augenbewegungen und erhöhter Hirnaktivität gekennzeichnet ist. Die meisten Träume finden während der REM-Schlafphase statt. Es ist nicht abschließend geklärt, wofür genau der REM-Schlaf wichtig ist.

 

Die REM-Phase ist eine Schlafphase, die Menschen in der Regel jede Nacht durchlaufen. Die Buchstaben „REM“ im Namen der REM-Schlafphase stehen für das englische „rapid eye movement“, was auf Deutsch in etwa „rasche Augenbewegung“ bedeutet. Tatsächlich bewegen sich die Augen (unter geschlossenen Lidern) während der REM-Phase besonders häufig und heftig.

Die meisten und vor allem intensivsten Träume fallen während der REM-Schlafphase statt, was äußerlich an den raschen Augenbewegungen erkennbar ist. Jedoch sind auch in anderen Schlafphasen Träume möglich.

Wie viel REM-Schlaf ist gesund?

Der REM-Schlaf macht bei den meisten Menschen etwa 20–25 % des Nachtschlafs aus. Somit beträgt die durchschnittliche Dauer des REM-Schlafs bei Erwachsenen etwa zwei Stunden pro Nacht. Wann die erste REM-Schlafphase eintritt, ist unterschiedlich, jedoch beginnt sie häufig etwa 90 Minuten nach dem Einschlafen. Innerhalb einer Nacht durchlebt der Mensch mehrere REM-Phasen, die meisten davon eher zum Ende der Nacht hin.

Es lässt sich nicht pauschal sagen, wie viel zu viel REM-Schlaf oder zu wenig REM-Schlaf ist. Manche Menschen reagieren mit Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, sobald sie keinen REM-Schlaf erleben. Andere Menschen zeigen sich unbeeinträchtigt, auch wenn sie über Wochen keine REM-Schlafphase haben.

Neugeborene Babys verbringen etwa neun Stunden pro Tag im REM-Schlaf. Mit zunehmendem Alter verkürzt sich die Dauer der REM-Phase, bis Kinder ab etwa acht oder neun Jahren ähnlich viel REM-Schlaf erfahren wie Erwachsene.

Die Bedeutung des REM-Schlafs für Körper und Psyche

Es ist bis heute nicht abschließend geklärt, welche Bedeutung die REM-Phase im Schlaf hat. Sicher ist, dass im REM-Schlaf am intensivsten geträumt wird. Blutdruck und Puls steigen an, ebenso nimmt die Hirnaktivität zu.

Außerdem kommt es während des REM-Schlafs zu einer Lähmung des Körpers. Das hat den Zweck, dass der Schlafende die Bewegungen, die er träumt, nicht tatsächlich ausführt. Wahrscheinlich ist, dass die REM-Schlafphase mit dem Lernprozess und dem Langzeitgedächtnis zusammenhängt.

Der Glaube, dass REM-Schlaf erholsam oder besonders gesund ist, ist weit verbreitet. Es ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt, dass REM-Schlaf wichtiger ist als andere Schlafphasen. Fehlender REM-Schlaf beeinträchtigt zudem nicht alle Menschen auf die gleiche Weise.

Ist REM-Schlaf Tiefschlaf?

Nein, die REM-Schlafphase ist eine andere als die Tiefschlafphase. Im Tiefschlaf werden körperliche Funktionen reduziert und der Schlafende liegt in der Regel sehr still – im Gegensatz zum REM-Schlaf mit erhöhtem Puls und Blutdruck sowie raschen Augenbewegungen.

Was ist die REM-Schlaf-Verhaltensstörung?

Es gibt eine REM-Schlafstörung, bei der die natürliche Muskellähmung während des REM-Schlafs nicht vorhanden ist. Dadurch kann der Schlafende Bewegungen und Reaktionen aus Träumen ausführen und dadurch sich selbst oder andere gefährden. Das Verhalten eines Menschen während dieser REM-Schlafstörung entspricht nicht seinem tatsächlichen Charakter. Häufig handeln die Träume, die mit einer solchen REM-Schlaf-Verhaltensstörung einhergehen, von Angriff oder Verteidigung, sodass Verletzungen die Folge sein können.

Wie kann ich meinen REM-Schlaf verbessern?

Da alle Schlafphasen von der Schlafqualität insgesamt beeinflusst werden, ist es nicht möglich, speziell die Qualität des REM-Schlafs zu verbessern. Jedoch können Maßnahmen, die insgesamt zu besserem Schlaf führen, sich auch positiv auf den REM-Schlaf auswirken. Solche Maßnahmen sind zum Beispiel:

  • regelmäßige Schlaf- und Wachzeiten
  • Vermeiden von sportlicher Aktivität kurz vor dem Schlafengehen
  • Vermeiden von Alkohol und schwer verdaulichen Mahlzeiten am Abend
  • Konstante Raumtemperatur
  • Entspannungsübungen vor dem Schlafengehen