Geschwollene Augenlider – Ursachen, Symptome und Behandlung

 

Geschwollene Augenlider können vielfältige Ursachen haben, darunter beispielsweise Allergien, Infektionen, Verletzungen oder Krankheiten. Da die Behandlung stark von der Ursache abhängig ist, ist die Untersuchung durch einen Augenarzt wichtig. In einigen Fällen genügt auch die Behandlung mit Hausmitteln.

 

Geschwollene Augenlider können sehr unangenehm sein, zu Reizungen der Augen führen und sogar das Sehvermögen beeinträchtigen. Ob sie für die Augen eine Gefahr darstellen, hängt von der Ursache ab. Es ist daher wichtig herauszufinden, warum du geschwollene Augenlider hast, denn nur dann weißt du, ob Hausmittel zur Behandlung ausreichen oder ob Medikamente benötigt werden.

Mögliche Ursachen für geschwollene Augenlider

Die möglichen Gründe für geschwollene Augenlider sind vielfältig. Als häufige Ursachen kommen folgende in Frage:

  • Allergische Reaktionen
    Geschwollene Augenlider sind häufig die Folge einer allergischen Reaktion. Wenn die Allergene in die Augen eindringen, werden Substanzen produziert, die die Augen schützen sollen. Eine dieser Substanzen ist zum Beispiel Histamin. Dieses erweitert die Blutgefäße und das Auge schwillt an.
    Typische Allergene sind in Pollen, Staub und Haustierhaaren enthalten. Aber auch Konservierungsmittel, die beispielsweise in Augentropfen vorkommen, und Make-up können allergische Reaktionen auslösen.
  • Augeninfektionen
    Eine sehr häufige Augeninfektion ist die Bindehautentzündung . Auch eine Entzündung der Meibomdrüse kommt recht häufig vor. Dabei verstopft die ölproduzierende Drüse und verursacht dadurch die Schwellungen am Auge. Im Augenlid sitzen zudem weitere Öldrüsen, deren Verstopfung dazu führen kann, dass die Augenlider anschwellen, die Lidhaut schuppig wird und die Wimpern ausfallen.
  • Reizungen aufgrund von Kontaktlinsen
    Wenn du Kontaktlinsen trägst, können diese der Grund für geschwollene Augenlider sein. Unsachgemäßer Gebrauch oder verschmutze Linsen können eine Reizung des Auges, eine Entzündung oder eben auch eine Schwellung verursachen.
  • Augenverletzungen
    Die bekannteste Ursache für geschwollene Augenlider aufgrund einer Verletzung ist das sogenannte „blaue Auge“. Aber auch Verletzungen zum Beispiel aufgrund einer kosmetischen Operation lassen die Augenlider anschwellen.

Krankheiten als Ursache für geschwollene Augenlider

In selteneren Fällen können auch teils schwere Krankheiten der Grund sein, warum du geschwollene Augenlider hast. Dazu zählen:

    • Orbitale Cellulitis
      Diese Infektion des Auges und des umliegenden Gewebes verursacht schmerzhafte Schwellungen, die sich teilweise sogar auf die Wange und/oder die Augenbraue ausbreiten können. Weitere Anzeichen sind ein vermindertes Sehvermögen und Fieber. Bei der orbitalen Cellulitits handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der sofort behandelt werden muss, da sonst die Gefahr einer Sehnervschädigung besteht.
    • Morbus Basedow
      Eine Überfunktion der Schilddrüse verursacht in diesem Fall die Schwellung am Auge. Abgesehen davon, dass deine Augenlider geschwollen sind, bemerkst du vielleicht auch hängende Augenlider und ein Doppeltsehen .
    • Augenherpes
      Das Herpes-simplex-Virus verursacht eine Entzündung der Hornhaut, die mit verschwommenem Sehen und mit Wunden am Augenlid einhergehen kann. Diese Entzündung kann die Hornhaut permanent schädigen und muss daher unbedingt behandelt werden.

Diese Beschwerden begleiten geschwollene Augenlider

Die Schwellung der Augenlider kann nur ein oder auch beide Augen betreffen und unter Umständen auch nicht mit Schmerzen einhergehen. Die Symptome sind dabei stark abhängig von der Ursache. Typische Beschwerden bei geschwollenen Augenlidern sind:

  • Reizungen am Auge (Juckreiz, kratzendes Gefühl)
  • Lichtempfindlichkeit (Photophobie)
  • Tränende Augen
  • Sehbehinderungen
  • Rötungen des Auges oder des Augenlids
  • Trockene Augenlider, Schuppenbildung
  • Schmerzen (besonders bei Entzündungen)

 

Je nachdem, woher die geschwollenen Augenlider rühren, kannst du die Beschwerden entweder selbst behandeln oder medizinische Hilfe suchen.

Was hilft gegen geschwollene Augenlider?

Es gibt einige Maßnahmen, die du sofort ergreifen solltest, wenn deine Augenlider geschwollen sind. Entferne als Erstes Kontaktlinsen, falls du welche trägst. Außerdem solltest du auf Augen-Make-up verzichten und keine Augentropfen mit Konservierungsmitteln nutzen. Versuche außerdem, die Augen nicht zu reiben – dies führt meist zu noch stärkeren Reizungen.

Kleine Schwellungen am Auge kannst du außerdem mit kühlenden Kompressen behandeln. Dadurch solltest du eine Linderung erreichen. Ist das jedoch nicht der Fall oder wird die Schwellung sogar schlimmer, ist es Zeit, einen Augenarzt aufzusuchen. Nur dieser kann mithilfe einer gründlichen Untersuchung die Ursache feststellen und eine geeignete Behandlung vorschlagen.

Geschwollene Augenlider behandeln

Ist die Ursache für die geschwollenen Augenlider bekannt, wird die Augenärztin möglicherweise Medikamente zur Behandlung einsetzen. Bei allergischen Reaktionen kommen vor allem Antihistaminika und andere Allergiemedikamente infrage. Auch sogenannte „künstliche Tränen“ können Linderung bei geschwollenen Augenlidern verschaffen.

Sind die Augenlider hingegen aufgrund einer Entzündung geschwollen, werden meist antivirale oder entzündungshemmende Medikamente wie Augentropfen, Salben oder Antibiotika eingesetzt. Liegt der Schwellung eine Krankheit zugrunde, muss natürlich in erster Linie diese behandelt werden.

Wenn du bereits länger unter geschwollenen Augenlidern leidest und auch Behandlungen zuhause keine Linderung gebracht haben, solltest du daher unbedingt einen Termin bei einer Augenärztin machen und deine Augen untersuchen lassen.