Augen verblitzt: Die „Schweißerkrankheit“

 

Mit verblitzten Augen ist nicht zu spaßen: Die meist durch Schweißarbeiten ausgelöste Augenerkrankung schädigt die Hornhaut und ist sehr schmerzhaft. Sie sollte in jedem Fall dem Augenarzt vorgestellt und mit antibakterieller Salbe oder Augentropfen behandelt werden.

 

Wer einmal ohne Schutzbrille geschweißt hat, wird das so bald nicht wieder tun. Denn ein ungeschützter Blick in den Lichtbogen führt leicht zu verblitzten Augen. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Schädigung der Hornhautoberfläche, die zwar meist von selbst ausheilt, sich aber ziemlich unangenehm anfühlt. Damit es nicht zu Folgeschäden kommt, ist ein Gang zum Augenarzt Pflicht.

Wie entstehen verblitzte Augen?

Gelangen grelles Licht oder starke UV-Strahlung in die Augen, wird die Hornhaut verbrannt. Das passiert besonders häufig beim Schweißen oder ähnlichen Arbeiten, aber auch beim Wintersport, wenn der Schnee das Sonnenlicht stark reflektiert. Die Verblitzung, auch Schweißbrand genannt, verursacht viele kleine Verletzungen an der Oberfläche der Hornhaut, ähnlich einer Schürfwunde. Ist die Wunde besonders tief oder waren deine Augen dem Licht lange ausgesetzt, kann es passieren, dass sich die Hornhaut ablöst. Auch das Krebsrisiko erhöht sich, wenn deine Augen häufig verblitzt werden. Gehe deshalb in jedem Fall zur Augenärztin und lasse sie den Zustand der Hornhaut überprüfen.

Augen verblitzt: Die Symptome

Dass deine Augen verblitzt sind, merkst du während der Arbeit am Schweißgerät oder im Winter auf einer grellen Schneefläche noch nicht. Du fühlst dich höchstens kurz, sehr stark geblendet. Die Symptome der Verblitzung treten dann erst vier bis sechs Stunden später auf. Zu ihnen zählen:

  • starke Schmerzen in den Augen
  • Fremdkörpergefühl wie Sand oder Splitter in den Augen
  • starkes Augentränen
  • Lichtscheu und erhöhte Blendempfindlichkeit
  • gereizte, juckende und gerötete Augen
  • eingeschränkte Sehschärfe

 

 

Idealerweise begibst du dich sofort nach dem Eintreten der Symptome in einen abgedunkelten Raum, trägst eine Sonnenbrille oder hältst die Augen geschlossen. Schaue nicht auf Bildschirme von Smartphone oder Fernseher. Wegen der eingeschränkten Sehfähigkeit solltest du dich von einer anderen Person zum Arzt begleiten lassen und auf keinen Fall selbst Auto fahren.

Was tun bei Verblitzung?

Sind deine Augen verblitzt, kannst du zunächst auf Hausmittel zurückgreifen: Mache dir kalte Umschläge oder drücke gekühlte Kartoffelscheiben auf die geschlossenen Augen. Da sich die Hornhaut selbst regenerieren kann, verheilen die Verletzungen in der Regel von alleine wieder. Damit sich die Wunden auf der Hornhaut nicht infizieren, wird dir dein Augenarzt antibakterielle Augentropfen verschreiben. Außerdem gibt es spezielle Salben, die deine Beschwerden lindern können. Meist ist die Erkrankung so nach zwei bis drei Tagen ausgestanden.

So beugst du verblitzten Augen vor

Hast du sie einmal gehabt, möchtest du eine Verblitzung am Auge sicher nicht noch einmal erleben. Achte deshalb darauf, beim Schweißen stets eine geeignete Schutzbrille zu tragen – auch wenn zum Beispiel gerade jemand anderes schweißt und du nur in der Nähe stehst. Für den Wintersport eignen sich hingegen spezielle Skibrillen mit hohem UV-Schutzfaktor, um dich vor verblitzten Augen zu schützen.