Müde Augen: Ursachen, Symptome, Behandlung

Müde Augen deuten häufig auf ungünstige Beleuchtung oder Feuchtigkeitsmangel hin. Mit einem gut ausgeleuchteten Arbeitsplatz, Digital-Relax-Brillengläsern, Augenübungen und gesunder Ernährung kannst du Begleiterscheinungen wie gerötete, brennende Augen und dunkle Augenringe vermeiden.

Frau mit müden Augen

Menschen, die viel am Computer arbeiten, kennen das Gefühl: Nach einem langen Arbeitstag brennen die Augen, sind trocken und gerötet, vielleicht bilden sich sogar dunkle Augenringe. All das sind typische Anzeichen für müde Augen. Hier erfährst du welche Ursachen dahinterstecken und was du gegen Augenringe und müde Augen tun kannst.

Wie machen sich müde Augen bemerkbar?

  • Schwere Augenlider
  • Gerötete Augen
  • Trockenheitsgefühl
  • Tränende Augen
  • Dunkle Augenringe
  • Schmerzende Augen
  • Verschwommen sehen

Beinahe jeder Mensch kennt das Gefühl müder Augen. Ob nach einem anstrengenden Tag in der Schule oder auf der Arbeit, einer weiten Reise oder einfach zu wenig Schlaf. Bei der Vorstellung werden die Lider schwer. Auch dieser Ausdruck weist auf ein klassisches Symptom müder Augen hin, denn nach einem langen Tag fällt es schwer, die Augen offen zu halten und die Lider fühlen sich buchstäblich schwer an. Eine kurze Nacht zeigt sich hingegen häufig durch dunkle Augenringe

Viele Menschen kennen außerdem das Gefühl trockener, tränender, geröteter oder sogar schmerzender Augen. Auch diese unangenehmen Empfindungen sind häufige Symptome müder Augen. Sie werden allerdings nicht immer so direkt mit müden Augen in Verbindung gebracht wie Augenringe oder schwere Lider.

Auch wird häufig berichtet, dass Personen bei müden Augen verschwommen sehen. Falls nur in seltenen Fällen oder bei Müdigkeit leicht verschwommene Sicht vorkommen sollte, ist das kein Grund zur Sorge. Solltest du jedoch plötzlich sehr verschwommen oder doppelt sehen, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Ursachen müder Augen

Die Ursache für müde Augen ist in den meisten Fällen eine übermäßige Beanspruchung des Sehapparats. Dazu kommt es im Alltag häufiger, als dir bewusst ist. Zu den häufigsten Risikofaktoren für müde Augen gehören:

  • Bildschirmarbeit: Durch die dauerhaft konstante Sehentfernung wird die Augenmuskulatur stark belastet. Gleichzeitig verringert sich die Lidschlagfrequenz: in der Folge wird nicht mehr ausreichend Tränenflüssigkeit produziert – das Auge wird trocken.
  • Geringe Luftfeuchtigkeit: Bei trockener Heizungsluft fällt es dem Auge noch schwerer, ausreichend Tränenflüssigkeit zu produzieren.
  • Autofahren: Bei Regen oder Dunkelheit werden deine Augen durch Lichtreflexionen oder das Blenden entgegenkommender Fahrzeuge beansprucht.
  • Lesen: Ob am Bildschirm oder auf Papier- das Lesen bei ungünstigen Lichtverhältnissen (greller Bildschirm, Dämmerung, schwaches Leselicht) strengt deine Augen auf Dauer an.
  • Alkohol- und Zigarettenkonsum bzw. Aufenthalt in verrauchten Zimmern führt ebenfalls dazu, dass deine Augen trocken werden und gereizt reagieren.
  • Nährstoffmangel: Wenn du den Eindruck hast, dass du immer müde Augen hast – unabhängig von Tätigkeit und Umgebung – kommt auch ein Nährstoffmangel (beispielsweise an Vitamin A, C, verschiedenen B-Vitaminen oder Eisen) infrage.
  • Stress kann negative Auswirkungen auf den Magen, die Haut und auch die Augen haben. Diese können sich durch Stress müde und schwer anfühlen.

Meistens liegt der Grund also schlicht in Umgebungsfaktoren, die für die Augen ungünstig sind. Bist du diesen Faktoren dauerhaft ausgesetzt, können übermüdete Augen mit der Zeit sogar zu allgemeiner körperlicher Erschöpfung führen. Wenn du ohne ersichtlichen Grund häufiger unter müden Augen leidest, solltest du einen Augenarzt aufsuchen.

Müde Augen: Was tun?

Die gute Nachricht ist: Auch wenn du an deiner Arbeitsumgebung nicht viel ändern kannst, es gibt einfache Tipps gegen müde Augen. Wir verraten dir, wie du müde Augen erfrischen, trockenen Augen vorbeugen und langfristig sogar deine Augenringe loswerden kannst.

Wenn du länger auf einen Bildschirm schaust, etwa auf einen Computermonitor oder Fernseher, dann achte darauf, dass der Raum gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Im besten Fall trifft das Licht seitlich auf die Arbeitsfläche – bei Rechtshändern von links und bei Linkshändern von rechts.

Sobald du bemerkst, dass deine Augen trocken werden, solltest du ihnen eine Pause gönnen. Am besten helfen folgende Augenübungen gegen Müdigkeitserscheinungen:

  • Blinzele mehrmals, wenn deine Augen trocken werden: Das regt die Produktion von Tränenflüssigkeit an, die sich wie ein schützender Film über die Hornhaut legt.
  • Schaue abwechselnd für einige Sekunden in die Ferne und anschließend auf einen Punkt in der Nähe. Das entspannt die Augenmuskulatur, die durch das permanente Fokussieren auf kurze Distanz wahrscheinlich überanstrengt ist. Wiederhole diese Übung ruhig mehrmals pro Stunde.
  • Atme bewusst tief durch – am besten beim Gähnen. Tiefes Einatmen versorgt deinen Körper mit Sauerstoff. Unterstützend solltest du etwa einmal pro Stunde kurz Stoßlüften und so eine ausreichende Sauerstoffzufuhr sicherstellen.
  • Gönne deinen Augen einen kurzen Moment der Entspannung: Dafür erwärmst du zunächst deine Hände, indem du die Handflächen aneinander reibst. Danach legst du die angewärmten Handflächen auf deine geschlossenen Augenlider. Die Wärme hilft deinen Augenmuskeln, sich in kürzester Zeit zu entspannen.

Falls du eine Brille trägst, profitierst du eventuell von einer Brille mit Blaulichtfilter. Bei einem Blaulichtfilter handelt es sich um eine Brillenglasveredelung, die den Blaulichtanteil aus dem Licht herausfiltert. Dieses Lichtspektrum verursacht nicht nur müde Augen, sondern auch Kopfschmerzen oder Schlafstörungen und kann sogar langfristig die Netzhaut schädigen.

Sind deine Augen trotz aller Maßnahmen übermäßig trocken, ist eventuell die Luftfeuchtigkeit im Raum zu niedrig. Vor allem im Winter passiert das schnell, da die Heizungswärme eine niedrige Luftfeuchtigkeit begünstigt. Mit einem Luftbefeuchter oder einer Wasserschale auf der Heizung kannst du dem entgegenwirken.

Vergiss außerdem nicht, ausreichend zu trinken – am besten Wasser oder ungesüßten Tee. Wenn der Flüssigkeitshaushalt in deinem Körper stimmt, kommt es auch seltener zu schmerzhaft brennenden Augen.

Im Notfall sorgen Augentropfen mit Hyaluron für Linderung. Entsprechende Produkte bekommst du in jeder Apotheke. Lies aber vor dem Gebrauch unbedingt die Hinweise auf dem Beipackzettel und vereinbare einen Termin beim Augenarzt, falls die Symptome länger anhalten.


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