Sportbrillen – perfekter Schutz bei maximaler Belastung

Sportbrillen bestehen aus robusten und gleichzeitig flexiblen Materialien und haben eine ergonomische Form. Das macht sie stabil und verhindert das Verrutschen bei schnellen Bewegungen. Ob Wintersport, Radfahren oder Schwimmen: Für jede Sportart gibt es spezielle Sportbrillen, die deine Augen vor UV-Strahlung, Wind und Nässe schützen.

Zwei lachende Menschen mit Sportbrillen

Sport macht am meisten Spaß, wenn du immer wieder kleine Grenzen überschreitest und neue persönliche Bestleistungen aufstellst. Am besten gelingt das, wenn das Equipment stimmt und du dich beim Sport voll und ganz auf deinen Körper konzentrieren kannst. Eine Sportbrille kann dir dabei helfen, indem sie deine Augen vor störenden Faktoren wie Staub, Nässe oder blendenden Sonnenstrahlen schützt. Es gibt Sportbrillen in den unterschiedlichsten Ausführungen, die exakt auf die verschiedenen Sportarten abgestimmt sind. Wie du die richtige Sportbrille für deine Lieblingssportarten findest, erfährst du in unserem Ratgeber.

Die richtige Sportbrille für jede Sportart finden

Wie alle Brillen sind auch Sportbrillen oft mehr als eine praktische Sehhilfe. Sie sind Lifestyle-Objekte deren Design sich an wechselnden Trends orientiert. Im Gegensatz zu reinen Freizeitbrillen, stehen bei Sportbrillen allerdings Zweck und Funktion im Vordergrund. Denn so cool es auch aussehen mag: Mit einer lässigen Ray Ban wirst du beim Langstreckenlauf eher weniger Spaß haben. Wenn du dich fragst, welche Sportbrille die richtige für dich ist, solltest du deshalb zunächst überlegen, für welche sportlichen Aktivitäten du die Brille brauchst. Das hilft dir, die riesige Auswahl einzuschränken und eine Brille zu finden, die deinen Ansprüchen voll und ganz gerecht wird.

Sportbrillen gibt es mit verspiegelten, polarisierenden oder selbsttönenden Gläsern, mit bruchsicheren oder seitlich abschließenden Fassungen, spritzwassergeschützt oder wasserdicht, mit Vorrichtungen für die Luftzirkulation und Beschichtungen, die das Beschlagen verhindern. Doch nicht alles davon ist immer sinnvoll, denn jede Sportart stellt ganz eigene Ansprüche an eine gute Sportbrille:

  • Laufen: Die ruckartigen Laufbewegungen stellen besondere Ansprüche an den Sitz und das Gewicht der Brille. Sie sollte so gut sitzen, dass sie auch bei extremer Bewegung und starkem Schwitzen nicht von der Nase rutscht. Ein geringes Gewicht verhindert unangenehme Druckstellen auf dem Nasenrücken. Die Gläser dürfen nicht zu groß sein, denn eine gute Luftzirkulation verhindert, dass du noch stärker schwitzt oder die Brille anläuft. Orange getönte Brillengläser ermöglichen dir sowohl im Schatten als auch in der Sonne optimale Sicht.
  • Radfahren: Wenn du schnell mit dem Rad unterwegs bist, werden deine Augen von Wind, Staub und kleinen Insekten strapaziert. Deshalb sind Fahrradbrillen mit größeren Gläsern ausgestattet, die ergonomisch gebogen sind, dass sie deine Augen auch seitlich schützen, ohne dabei die Sicht zu beeinträchtigen. Wenn du sehr viel mit dem Rad unterwegs bist, machen sich selbsttönende Gläser bei wechselhafter Bewölkung und bei Touren, auf denen sich Licht und Schatten abwechseln, durchaus bezahlt.
  • Wintersport: Ski- und Snowboardbrillen sind eine Kategorie für sich. Sie müssen einerseits gut am Gesicht abschließen, damit kein Schnee eindringt und gleichzeitig atmungsaktiv sein, damit sie nicht beschlagen. Eine Anti-Fog-Beschichtung auf der Innenseite sorgt dafür, dass du auch bei größter Anstrengung klare Sicht hast. Probiere die Brille immer zusammen mit dem Helm aus, um sicherzustellen, dass die Formen zusammenpassen und keine unbequemen Druckstellen entstehen.
  • Ballsport: Bei Ballsportarten kommt es vor allem darauf an, die Augen vor Verletzungen und blendendem Gegenlicht zu schützen. Sowohl Fassung als auch Brillengläser sollten besonders robust und bruchsicher sein, damit du dich nicht verletzt. Ein seitlicher Schutz an den Bügeln verhindert schmerzhafte Treffer an den Schläfen und gepolsterte Nasenauflagen sorgen dafür, dass Stöße besser abgedämpft werden.
  • Wassersport: Bei Schwimm- und Taucherbrillen spielt besonders die Passform eine Rolle. Sie müssen so gut am Kopf abschließen, damit kein Wasser eindringen kann, aber gleichzeitig dürfen sie nicht zu eng sein, sonst drohen Kopfschmerzen. Auch hier verhindert eine spezielle Beschichtung, dass die Brille von innen nicht beschlägt. Bei anderen Wassersportarten, wie Segeln oder Wasserski liegt der Fokus hingegen auf dem Schutz vor UV-Strahlung und Spritzwasser. Polarisierende Gläser ermöglichen zusätzlich, dass du auch bei Lichtreflexionen auf der Wasseroberfläche kontrastreich sehen kannst.

UV-Schutz bei Sportbrillen

Jetzt weißt du, welche verschiedenen Anforderungen einzelne Sportarten an eine Sportbrille stellen. Bei allen ist der Schutz vor UV-Strahlung allerdings der mit Abstand wichtigste Faktor. Besonders die gefährliche UV-A-Strahlung kann im schlimmsten Fall die empfindlichen Sinneszellen der Netzhaut zerstören und dadurch die Augen irreparabel schädigen. Aber auch „harmlosere“ Folgen wie Reizungen oder Entzündungen sind unangenehm genug.

Die UV-Strahlung ist auch im Schatten noch stark genug, um deine Augen zu schädigen. Durch Reflexion auf glatten, hellen und spiegelnden Oberflächen wie Wasser, Schnee oder Metall wird sie sogar noch verstärkt. Aus diesem Grund ist ein hoher UV-Schutz besonders bei Gebirgssportarten, wie Bergsteigen oder Wintersport sowie bei Wassersportarten wie Segeln, Rudern oder Wasserski unverzichtbar.

Wie stark die Brillengläser die gefährlichen UV-Strahlen filtern, zeigt dir die Angabe der Schutzkategorie (0 bis 4). Sie gibt nach europaweit standardisierten Kriterien Auskunft darüber, wie viel Licht (und damit auch UV-Strahlung) durchgelassen wird.

  • Kategorie 0: Sonneneinstrahlung wird nur gering reduziert; 80 bis 100 Prozent Lichtdurchlässigkeit
  • Kategorie 1: Sonneneinstrahlung wird leicht reduziert; 43 bis 80 Prozent Lichtdurchlässigkeit
  • Kategorie 2: Sonneneinstrahlung wird reduziert; 18 bis 43 Prozent Lichtdurchlässigkeit
  • Kategorie 3: Sonneneinstrahlung wird stark reduziert; 8 bis 18 Prozent Lichtdurchlässigkeit
  • Kategorie 4: Sonneneinstrahlung wird in höchstem Maße reduziert; 3 bis 8 Prozent Lichtdurchlässigkeit

Während Sonnenbrillen der Kategorie 2 völlig ausreichend für den alltäglichen Gebrauch in Deutschland sind, solltest du für südlichere Breitengrade die Kategorie 3 wählen. Die Filterkategorie 4 ist nur für die extreme Sonneneinstrahlung in Gletschergebieten, Hochgebirgen oder durch Spiegelungen auf der Meeresoberfläche vorgesehen.

Gibt es Sportbrillen auch für Brillenträger?

Wenn du ohnehin schon eine Brille tragen musst, um eine Sehschwäche zu korrigieren, bist du bei der Wahl einer geeigneten Sportbrille ziemlich eingeschränkt. Am einfachsten ist es, zumindest für den Sport auf Kontaktlinsen umzusteigen, um die freie Auswahl zu haben. Falls das nicht möglich ist, kannst du die Gläser der Sportbrille bei einigen Optikern durch Spezialanfertigungen mit Sehstärke ersetzen lassen. Falls du zusätzliche Filter und Beschichtungen wünschst, kann das aber schnell sehr teuer werden – eine Investition, die sich nur lohnt, wenn du die Sportbrille sehr häufig nutzt.

Die zweite (und wesentlich günstigere) Lösung ist ein Clip-System, mit dem normale Brillengläser mit deiner Sehstärke am Inneren der Sportbrille befestigt werden. Hier hängt es von der Fassung der Sportbrille ab, ob diese Möglichkeit infrage kommt.


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