Anisokorie

Die Anisokorie bezeichnet den Umstand von im Durchmesser unterschiedlich großen Pupillen. Eine Anisokorie kann in schwacher Form angeboren sein, aber auch medizinische Ursachen haben.

Anisokorie

Die Rolle der Pupille bei Anisokorie

Die Pupille ist umschlossen von der Iris (Regenbogenhaut) und wirkt wie ein schwarzer Punkt ist jedoch eine natürliche Öffnung, durch die Licht in das Innere des Auges fällt. Das Licht, das durch die Pupille auf die Netzhaut fällt, wird durch Größenveränderungen der Pupille gesteuert. Wenn sich die Pupille verkleinert, ist der Lichteinfall geringer, wenn sie sich weitet, ist er größer. Die normale Größe der Pupille liegt zwischen 2 und 4 mm bei Licht und zwischen 4 und 8 mm bei Dunkelheit. Bei einer Anisokorie ist eine der Pupillen überdurchschnittlich vergrößert oder verkleinert.

Ursachen einer Anisokorie

Ursache für eine nicht angeborene Anisokorie können eine Vielzahl verschiedener Krankheiten sein. Die Anisokorie ist hier nur ein Symptom der zugrundeliegenden Erkrankung und keine für sich genommene Krankheit. Wenn eine Anisokorie diagnostiziert wird, ist es also naheliegend, dass eine weitere Krankheit im Zusammenhang mit den vergrößerten beziehungsweise verkleinerten Pupillen steht.

Auslöser einer Anisokorie können folgende Erkrankungen sein:

  • erhöhter Hirndruck/Augeninnendruck
  • Schlaganfall
  • Hirntumor
  • Nervenschädigung
  • Hirnhautentzündung
  • Aneurysma
  • Epilepsie

Arten von Anisokorie

Die unterschiedlichen Arten der Anisokorie unterscheiden sich deutlich in ihrer Ursache. Während eine Art der Anisokorie kein Grund zur Besorgnis ist, ist eine andere Art ein Indikator für erste gesundheitliche Probleme. Gerade deshalb ist es wichtig, die Ursache in ärztlicher Behandlung klären zu lassen.

Einfache Anisokorie

Von einer einfachen Anisokorie sind ca. 20 % der Bevölkerung betroffen. Diese Art der Anisokorie ist völlig harmlos. Sie ist entweder angeboren oder verschwindet nach ihrem Auftreten von alleine wieder. Bei einer einfachen Anisokorie handelt es sich um nur sehr geringfügige Unregelmäßigkeiten der Pupillengröße.

Pathologische Anisokorie

Bei einer pathologischen Anisokorie liegt der ungleichen Pupillengröße eine Erkrankung zugrunde. Erkrankungen, die eine Anisokorie auslösen, betreffen fast ausschließlich den Kopf und das Gehirn. Bei der pathologischen Anisokorie ist also eine ärztliche Behandlung unbedingt nötig.

Mechanische Anisokorie

Eine mechanische Anisokorie wird ausgelöst durch eine Beschädigung der Iris (Regenbogenhaut) oder ähnlichen Defekten am Auge. Hier ist dann die Fähigkeit des Auges beeinträchtigt, den Lichteinfall mithilfe der Pupille von alleine zu steuern.

Pharmakologische Anisokorie

Ein weiterer Auslöser für eine Anisokorie sind Nebenwirkungen wegen der Einnahme von Medikamenten. Bei einer pharmakologischen Anisokorie kommen verschiedene Medikamente in Frage, die die Unregelmäßigkeiten der Pupillen auslösen können. Sollte eine Anisokorie festgestellt werden, sollte unbedingt ein Zusammenhang mit eingenommenen Arzneien abgeklärt werden.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose kann ein Arzt oder Ärztin treffen. Vorangehende Symptome für eine Anisokorie gibt es jedoch nicht. Auch ein Augenarzt beziehungsweise eine Augenärztin kann eine Veränderung der Pupillengröße und eine verzögerte Reaktion auf wechselnde Lichtverhältnisse feststellen. Die Behandlung richtet sich nach der Behebung der Ursache, die Anisokorie selbst wird also nicht behandelt. Wenn man Unregelmäßigkeiten in der Reaktionsfähigkeit und Größe der Pupillen bei sich feststellt und diese nicht nach wenigen Tagen wieder verschwinden, sollte unbedingt medizinische Beratung herangezogen werden.


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