Die Browline-Brille – Klassiker mit vielen Comebacks

 

Der Rahmen einer Browline-Brille ist im oberen Bereich deutlich stärker und betont die Augenbrauen. Die Clubmaster der Marke Ray-Ban ist die bekannteste Brille in diesem Stil. Sie ist bis heute so erfolgreich, dass das Design auch bei anderen Brillen als Clubmaster-Stil bezeichnet wird.

 

Browline-Brillen erkennst du auf den ersten Blick an ihrem charakteristischen Design, das – wie der Name schon nahelegt – die Augenbrauen betont. Die erste Browline-Brille wurde schon 1947 von der Brillenglasmanufaktur Shuron Ltd. entwickelt. Das Besondere an ihrem Modell Ronsir: Die einzelnen Elemente der Brillenfassung konnten ausgetauscht und dadurch individuell zusammengestellt werden.

Auf diese Weise ließ sich die bis dahin eher begrenzte Auswahl an Brillengestellen deutlich erweitern. Da die Brille schnell an Popularität gewann, produzierten fortan auch andere Hersteller Fassungen im charakteristischen Browline-Stil. Darunter Bausch & Lomb, die ihr Modell zunächst als Ray-Ban Browline vermarkteten: Vorgänger der berühmten Clubmaster-Brille – eine der bis heute erfolgreichsten Fassungen der Kultmarke. Was die Brillen außerdem ausmacht, wie sie zum Trend wurden und warum sie heute wieder gefragter sind denn je, erfährst du hier.

Was macht eine Browline-Brille aus?

Das auffälligste Merkmal von Browline-Brillen ist der obere Teil des Brillenrahmens. Der Name ist darauf zurückzuführen, dass die Aufmerksamkeit durch die Brille auf die Browline – also die Brauenpartie – des Trägers gelenkt wird.

Wie hat sich der Browline-Trend entwickelt?

Die Möglichkeit, Fassungen zu individualisieren, war ein wesentlicher Grund für den großen Erfolg der Browline-Brille Mitte des 20. Jahrhunderts. In den 1950er-Jahren waren für einige Zeit die Hälfte aller verkauften Brillen Browline-Fassungen. Um sich von der Konkurrenz abzusetzen, variierten die unterschiedlichen Hersteller die Designs der ursprünglichen Form. Einige ersetzten zum Beispiel den Kunststoff der Browline durch Aluminium, wodurch sich das Gewicht der Brille deutlich reduzierte.

Auch viele berühmte Persönlichkeiten entschieden sich für eine Browline-Sonnenbrille oder -Korrekturbrille, was dem Trend zusätzlichen Auftrieb gab. Zu den wohl bekanntesten Browline-Trägern der Vergangenheit gehören der Bürgerrechtler Malcolm X und der amerikanische Geschäftsmann Colonel Sanders.

Während der 1970er-Jahre gingen mit dem Aufkommen der Hippie-Subkultur die Verkaufszahlen deutlich zurück. In dieser Zeit standen Browline-Brillen für die konservativen Werte, die es zu überwinden galt. Mitte der 80er-Jahre sollte sich dies jedoch wieder ändern. Das erneute Erstarken des Browline-Trends ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Brillenform vermehrt in TV- und Filmproduktionen zu sehen war. Als Antwort darauf veröffentlichte die Marke Ray-Ban, die zu diesem Zeitpunkt bereits den Brillenmarkt dominierte, die Clubmaster. Mit Erfolg: Die Sonnenbrille im Browline-Stil wurde nach der Wayfarer und der Aviator die dritterfolgreichste Brille der 1980er-Jahre.

Der erneute Anstieg der Verkaufszahlen in der jüngeren Vergangenheit kam mit dem Retro-Trend. Angefeuert durch Fernsehserien wie Mad Men wurde der Stil der 1960er-Jahre sowohl bei der Inneneinrichtung als auch in der Mode wieder populär. So waren die zuvor als Nerd-Brillen verspotteten Browline-Modelle plötzlich auch bei jungen und modebewussten Brillenträgern angesagt und viele Brillenhersteller beeilten sich, Brillen im Clubmaster-Stil wieder in ihr Sortiment aufzunehmen.

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