Der Sehtest für den Führerschein

 

Ein bestandener Sehtest ist Voraussetzung für den Erwerb des Führerscheins. Durchführen können ihn beispielsweise Augenärzte und Optiker. Der Test prüft die Tagessehschärfe und das Farbsehen. Die nach dem Bestehen des Tests ausgehändigte Bescheinigung ist zwei Jahre lang gültig.

 

Ein bestandener Sehtest ist für den Führerschein Voraussetzung: Du musst die Bescheinigung über den Sehtest deiner Fahrschule vorlegen. In diesem Artikel erfährst du, wer diesen Test durchführen darf, welche Kosten dafür anfallen und was zu tun ist, wenn du den Sehtest für den Führerschein nicht bestanden hast.

Welchen Zweck erfüllt der Sehtest für den Führerschein?

Im Straßenverkehr ist es wichtig, dass du ausreichend gut sehen kannst: Du musst beim Autofahren Entfernungen und Geschwindigkeiten einschätzen, Farben unterscheiden, Schilder gut lesen können und vieles mehr. Daher ist gesetzlich vorgeschrieben, dass vor dem Erwerb des Führerscheins ein Sehtest durchgeführt werden muss. In diesem werden vor allem die Sehschärfe und das Farbsehen getestet.

Wann gilt der Führerschein-Sehtest als bestanden?

Damit du die Bescheinigung über den Führerschein-Sehtest erhalten kannst, musst du – ob mit oder ohne Brille – einen sogenannten „Visus“ von mindestens 0,7 haben. „Visus“ bezeichnet die Tagessehschärfe und wird in Prozent gemessen: Liegt deine Sehschärfe am Tag also mindestens bei 70 %, gilt der Test als bestanden.

Wenn du einen Sehtest für den Lkw-Führerschein (oder für Bus, Taxi etc.) brauchst, gelten deutlich strengere Anforderungen. Dann werden unter anderem zusätzlich dein räumliches Sehen und dein Dämmerungssehen getestet. Es handelt sich dabei um einen anderen Sehtest als für den Führerschein für Pkw (Klasse B).

Wo kann ich den Sehtest für den Führerschein machen?

Den Führerschein-Sehtest darf nur eine sogenannte „amtlich anerkannte Sehteststelle“ durchführen. Diese Anerkennung haben in der Regel Augenärzte und Augenoptiker. Wenn du den Sehtest für den Führerschein bei einem Optiker machen lässt, ist das meist deutlich günstiger für dich. Außerdem gibt es unter Umständen die Möglichkeit, direkt während des Erste-Hilfe-Kurses, der ebenfalls verpflichtend für den Führerscheinerwerb ist, den Sehtest zu absolvieren.

Wie oben bereits erwähnt, brauchst du für den Lkw-Führerschein einen Sehtest, der deutlich umfangreicher ist. Diesen darf nur ein Augenarzt durchführen, der nach dem Test dazu ein umfangreiches Gutachten erstellt.

Was darf der Sehtest für den Führerschein kosten?

Am unkompliziertesten ist der Sehtest bei einem Optiker. Für den Führerschein zahlst du dort eine gesetzlich festgelegte Pauschale von 6,43 €. Allerdings gibt es auch Optiker, die den Sehtest für den Führerschein kostenlos anbieten.

Hier findest du einen Brille24-Optiker ganz in deiner Nähe, bei dem du deinen Sehtest machen lassen kannst: Optiker finden

Alternativ kannst du den Sehtest für den Führerschein beim Augenarzt machen lassen. Für die Bescheinigung solltest du hier mindestens 15–35 € einkalkulieren.

Wie lange behält der Sehtest für den Führerschein seine Gültigkeit?

Die Bescheinigung über den bestandenen Sehtest ist zwei Jahre lang gültig. Bis dahin musst du die Führerscheinprüfung bestanden haben oder einen neuen bestandenen Sehtest nachweisen.

Wie der Sehtest für Pkw, ist auch das Gutachten vom Augenarzt über deine Sehfähigkeit für den Lkw-Führerschein zwei Jahre lang gültig. Allerdings musst du bei jeder Verlängerung des Führerscheins deine Augen erneut überprüfen lassen.

Gesichtsfeld gewöhnt hat. Anschließend ist es aber möglich, ganz normal den Führerschein-Sehtest zu machen.

Wie läuft der Sehtest für den Führerschein ab?

Der Test dauert nur wenige Minuten. Wichtig ist, dass du dich für die Anmeldung zum Test mit deinem Personalausweis oder Reisepass ausweisen kannst.

Der Ablauf des Sehtests für den Führerschein ist sehr einfach: Der erste Teil ist die Überprüfung der Sehschärfe mithilfe der sogenannten „Landoltringe“. Das sind unterschiedlich große Ringe, die jeweils an einer Stelle eine Lücke haben. Beim Test musst du erkennen, wo genau diese Lücke liegt. In der Abbildung siehst du, welche Darstellung welchem Visus entspricht. Außerdem wird geprüft, ob du Farben – insbesondere Rot und Grün – unterscheiden kannst. Hast du den Test bestanden, bekommst du im Anschluss deine Bescheinigung ausgehändigt.

Führerschein-Sehtest trotz Brille nicht bestanden – was tun?

In der Regel führst du den Sehtest für den Führerschein mit Brille (bzw. Kontaktlinsen) durch, falls du bereits eine Sehhilfe nutzt. Wenn du den Test ohne Sehhilfe nicht bestehst, kannst du ihn einfach mit Sehhilfe wiederholen. Wenn du den Test nur mit einer Sehhilfe bestehst, wird in deiner Bescheinigung (und später im Führerschein) vermerkt, dass du beim Autofahren eine Sehhilfe tragen musst.

Doch was ist, wenn du durch den Führerschein-Sehtest durchgefallen bist, obwohl du eine Brille trägst? Dann solltest du als Erstes überprüfen lassen, ob deine Sehschwäche durch die Sehhilfe bestmöglich korrigiert ist oder ob du gegebenenfalls neue Brillengläser bzw. Kontaktlinsen brauchst. Auch eine Laserbehandlung kann eventuell zur Korrektur deiner Fehlsichtigkeit infrage kommen. Sollte es tatsächlich trotzdem nicht möglich sein, eine ausreichende Sehschärfe herzustellen, musst du auf das Selbststeuern eines Pkw leider verzichten.

Ein Auge ist blind: Ist der Sehtest für den Führerschein trotzdem möglich?

Wenn du auf einem Auge blind bist, ist es dennoch möglich, dass dein zweites Auge die erforderlichen Visus-Werte (bei einem Auge 0,5) erreicht. Dann kannst du auch den Sehtest bestehen und deinen Führerschein machen. Wer erst kürzlich auf einem Auge erblindet ist, darf zunächst drei Monate lang nicht fahren, bis er sich an das eingeschränkte Gesichtsfeld gewöhnt hat. Anschließend ist es aber möglich, ganz normal den Führerschein-Sehtest zu machen.