Welche Tönung für welche Aktivität?

 

Brillen mit getönten Gläsern sind beliebte Mode-Accessoires. Darüber hinaus bieten sie den Augen bei vielen Aktivitäten optimalen Schutz. Wir erklären, welche Brillentönung sich wofür eignet.

 

Es gibt so viele verschiedene Tönungsarten, Tönungsfarben und Tönungsintensitäten, da kann man schnell mal den Überblick verlieren. Wusstest du zum Beispiel, dass es Unterschiede in der Eignung der unterschiedlichen Tönungsfarben für verschiedene Aktivitäten gibt? Wir helfen dir gerne dabei, dich im Dschungel der Brillentönungen zurechtzufinden und erklären dir die jeweiligen Vor- und Nachteile der Tönungsarten auf modischer und optischer Ebene.

Getönte Brillengläser — was die Tönung ausmacht

Bevor es an die Entscheidung geht, welche Farbe die richtige Wahl für die Tönung Ihrer Brillengläser ist, sollten Sie sich über die Tönungsart Gedanken machen.

Brillengläser mit einer Verlaufstönung sind sowohl praktisch, als auch stilvoll und modebewusst. Sie unterscheiden sich von Gläsern mit einer gewöhnlichen Tönung dadurch, dass der obere Bereich der Gläser stärker getönt ist, als der untere. So liegt im oberen Sichtbereich ein starker Blendschutz vor, während der untere Teil einen unverfälschten Seheindruck ermöglicht. Aktivitäten wie Autofahren oder ein Buch lesen bleiben so auch im Sommer ein Vergnügen.

Ebenfalls vorteilhaft beim Autofahren erweisen sich selbsttönende Gläser. Besonders im Winter, wenn die Sonne tiefer steht, zeigen selbsttönende Brillen ihr Können: die selbsttönenden Brillengläser reagieren auf das einfallende Licht und passen mithilfe von photoaktiven Molekülen den Grad der Tönung an die Strahlungsintensität an – eine praktische Sache!

Polarisierende Gläser, also Brillengläser mit einem integrierten Polfilter, minimieren unangenehme Reflexionen. Diese entstehen, wenn Sonnenstrahlen von spiegelnden Oberflächen gebrochen werden, was oftmals bei nassen Straßen, Schnee oder Wasseroberflächen der Fall ist. Der Polfilter reduziert störende Lichtreflexe gegenüber Brillen mit einfacher Tönung nochmals erheblich. Farben wirken satter und kontrastreicher.

Apropos Farben: besonders für einfach getönte Gläser, also Gläser mit einer permanenten Tönung sind verschiedene Farben wie Blau, Braun, Grau, Grün, Rot, Gelb und Orange interessant. Für verschiedene Aktivitäten bietet sich die Auswahl unterschiedlicher Tönungsfarben an.

Die Wirkung farbiger Brillengläser

Der generelle Vorteil von getönten, farbigen Brillengläsern ist, dass ein natürliches Sehen auch bei grellem oder diffusem Licht ermöglicht wird. Zudem wird bei schlechten Sichtverhältnissen die Kontrastwahrnehmung erhöht. Doch welche Farbe bringt konkret welchen Vorteil mit sich und für welche Aktivitäten kannst du dir diesen Effekt zu Nutze machen?

Vor- und Nachteile der Tönungsfarben

Getönte Brillengläser in Braun, Grau oder Grün weisen eine besonders hohe Farbtreue auf. Das hat den Vorteil, dass sie die Farbwahrnehmung deiner Umgebung im Vergleich zu anderen Tönungen am wenigsten verfälschen. Somit können diese Farben einen universellen Blendschutz für zahlreiche Aktivitäten gewährleisten. Gläser in diesen Farbvarianten eignen sich für den Strandurlaub, Städtetrips in südlichen Ländern und auch für die hiesigen Sommermonate. Auch als Alltagsbrille kannst du Brillen dieser Tönung problemlos tragen. Sonnenbrillen mit einer Tönung in Braun oder Grau sorgen für eine hohe Farbtreue und wirken damit nie aufdringlich. Neben einem optimalen Schutz vor UV-Strahlung sorgen die getönten Gläser zudem dafür, dass du auch beim Autofahren den Überblick behältst. Die Farbechtheit macht die Gläser gleichzeitig verkehrstauglich – bei anderen Glasfarben könnten Ampeln und Bremslichter durch eine verfälschte Farbwiedergabe übersehen werden.

Getönte Brillengläser in Orange und Rot

Mit einer Sonnenbrille mit orangener oder roter Tönung der Gäser bist du optimal ausgerüstet, um Sport in der freien Natur zu treiben. Die beiden Farben wirken besonders in grüner Umgebung kontraststeigernd. Eine orange oder rote, helle Tönung sorgt dementsprechend auch in schattigen Waldgebieten für eine optimale Sicht, da sie Licht- und Schattenwechsel optimal ausgleicht. So schützt sie das Auge beim Joggen, Radfahren oder Klettern gut vor Sonnenstrahlen – selbst in Schneegebieten.

Gelb getönte Brillengläser

Gelb getönte Gläser erlebten ihren ersten großen Aufschwung in den 90er Jahren, als diese von Techno-Partys in dunklen Clubs kaum mehr wegzudenken waren. Entscheidend war dabei nicht nur der modische Aspekt, sondern auch die Farbechtheit. Für eine bessere Sicht bei Nacht eignet sich bei gelben und allen anderen Gläsern am besten eine Tönung von unter 25% oder selbsttönende Brillengläser, damit eine klare Sicht auch in einer dunklen Umgebung gewährleistet werden kann. Am helllichten Tage solltest du jedoch besser zu einer anderen Brillentönung greifen, da gelbe Gläser viel UV-Strahlung durchlassen.

Blau getönte Brillengläser

Vorteil einer Sonnenbrille mit blauen Gläsern ist vor allem eine klare Sicht. Dein Seheindruck wird kühler und kontrastreicher. In Schneegebieten erhältst mit der blauen Tönung besonders starke Kontraste. Trage die blaue Tönung aber nicht im Straßenverkehr – ein Nachteil von blauen Brillengläsern ist nämlich, dass du durch diese Verkehrshindernisse in der Farbe Orange nicht mehr erkennen kannst. Greife für den Straßenverkehr lieber zu einer Glastönung in Braun, Grau oder Grün.

Farbige Glastönungen – funktional und modisch zugleich

Auch der modische Aspekt darf natürlich nicht vernachlässigt werden, wenn es um die Wahl der passenden Tönungsfarbe für deine Brillengläser geht:

  • bei warmen Gestellfarben wie Gold und Braun sieht eine braune Glastönung besonders gut aus.
  • Kühle Gestellfarben wie Blau und Silber profitieren dagegen besonders von grauen Tönungen.

Aber ganz gleich welche Farbe du wählst: Sonnenbrillen mit farbiger Tönung sind und bleiben einfach ein farbenfrohes Highlight für dein Outfit.

Welche Tönungsintensität sollte ich auswählen?

Unabhängig von der Farbe bestimmt die Tönungsintensität den Blendschutz. Dabei unterscheidet man je nach Lichtdurchlässigkeit verschiedene Stufen, die für unterschiedliche Aktivitäten geeignet sind:

  • 10% Intensität sorgen für einen leichten Blendschutz. Für trübes Wetter reicht eine Brille mit Tönung in diesem Grad aus. Diese Tönungsintensität wird auch Filtertönung genannt, eignet sich zum ganztägigen Tragen und hilft auch bei lichtempfindlichen Augen. Leicht getönte Brillengläser mildern grelles Kunstlicht und erhöhen die Kontrastwirkung.
  • 30% und 50%  sorgen für einen leichten Blendschutz. In Flachlandgebieten und bei wenig Sonne reicht eine solche Tönung aus.
  • 75% bieten einen mittelstarken Blendschutz. Für die Sommermonate in Deutschland und angrenzende Ländern ist dieser Tönungsgrad ideal.
  • 85% Intensität bieten einen starken Blendschutz. Machst du Urlaub in sonnigen Ländern, in den Bergen oder in einem Skigebiet, solltest du deine Augen mit dieser Intensität schützen.