Hartschicht für das Brillenglas

 

Kunststoffgläser sind weicher als mineralische Gläser und verkratzen daher leichter. Die Hartschicht bewirkt, dass das Glas resistenter gegenüber äußerer Einflüsse wird, wie z.B. Staub und Schmutz. Das wirkt sich auch positiv auf die Haltbarkeit der Brille aus.

 

Damit deine Sehhilfe besser vor Kratzern geschützt ist, wird oft eine Hartschicht auf das Brillenglas aufgetragen. Insbesondere bei Kunststoffgläsern ist eine solche Beschichtung der Brille unerlässlich. Sie verlängert die Haltbarkeit, ermöglicht dir eine klare Sicht und verringert den Reinigungsaufwand für die Gläser. Hier erfährst du, wie die Hartschicht entsteht und welche Vorteile sie dir bringt.

Warum Brillengläser kratzfest beschichtet werden sollten

Für die meisten Brillen kommen heute Kunststoffgläser zum Einsatz. Diese bieten viele Vorteile, denn sie sind beispielsweise angenehm leicht im Vergleich zu mineralischen Gläsern. Allerdings sind sie auch wesentlich weicher und würden daher ohne Beschichtung schnell verkratzen. Das lässt die Brille nicht nur weniger schön aussehen, sondern beeinträchtigt auch die Sicht. Die Kratzer streuen das einfallende Licht, sodass du durch die Brille unklarer, trübe oder milchig siehst. Mit kratzfesten Brillengläsern kann dir das nicht passieren und du musst auch beim Brille putzen nicht so sehr aufpassen.

So wird die Hartschicht auf das Brillenglas gebracht

Die kratzfeste Beschichtung der Brillengläser aus Kunststoff besteht aus einem speziellen Hartlack. Meist handelt es sich dabei um Polysiloxan. Der Lack wird im Tauchverfahren auf Vorder- und Rückseite des Brillenglases aufgebracht. Er ist immer die erste Beschichtung – willst du zusätzlich noch Entspiegelungen oder Tönungen für das Brillenglas, werden diese Glasveredelungen über den Hartlack aufgetragen. Zunächst wird das Glas in eine spezielle Halterung, die Tauchfedern, gesteckt und computergesteuert in den zähflüssigen Lack getaucht. Anschließend muss es aushärten. Dafür wird entweder UV-Licht oder ein thermisches Verfahren genutzt – das Brillenglas kommt dann für drei bis vier Stunden in den Ofen.

Die Hartschicht auf dem Brillenglas ist etwa zwei Mikrometer dick. Ihr Brechungsindex wird an den des Glases angepasst. Eine alternative Variante ist das Aufdampfen eines besonders robusten Materials wie Quarz. Unabhängig vom Verfahren macht die härtende Beschichtung deine Brille stabiler und weniger anfällig für Kratzer oder ähnliche Beschädigungen. Sorgfalt ist dennoch angebracht, denn die Beschichtungen, die über die Hartschicht gelegt werden, können weiterhin zerkratzen. Allerdings sind diese oberflächlichen Kratzer weitaus unauffälliger als diejenigen, die direkt auf dem Glas entstehen.

Brille putzen ohne Kratzer – so geht’s

Eine Hartschicht schützt das Brillenglas bei sachgemäßer Behandlung zwar zuverlässig und erleichtert auch das Putzen. Trotzdem solltest du aufpassen, dass du kleine Sandkörner nicht mit dem Tuch auf der Brille verreibst, sodass sie Entspiegelungs- und andere Veredelungsschichten beschädigen können. So kannst du deine Brille ohne Kratzer reinigen:

  • Spüle die Gläser zunächst unter kaltem Wasser ab, um Schmutzpartikel zu entfernen.
  • Benutze ein weiches Brillenputztuch, um sie trockenzureiben.
  • Reinige deine Brille nicht mit dem Stoff deines T-Shirts, Pulloverärmeln oder Taschentüchern.

 

Die wichtigsten Tipps zur Reinigung deiner Brillengläser haben wir dir hier zusammengefasst.

Beachtest du diese Hinweise, behältst du dank der härtenden Beschichtung deiner Brille lange Freude an ihr und brauchst Kratzer nicht zu fürchten.