Gleitsichtgläser - die Nummer 1 bei Altersweitsichtigkeit

 

Gleitsichtgläser oder auch Multifokalgläser genannt, vereinen mehrere Sehzonen in einem Brillenglas. Du kannst also sowohl in der Nähe, in der Ferne als auch in Zwischendistanzen gut sehen. Gleitsichtbrillengläser kommen hauptsächlich zum Einsatz, um eine Altersweitsichtigkeit zu korrigieren.

 

Gleitsichtbrillengläser, auch unter dem Begriff Multifokalgläser bekannt, sind wahre Allroundtalente. Wenn du auf allen Entfernungen – nah, mittel und fern – gut sehen willst, ohne ständig die Brille wechseln zu müssen, möchtest du die Gleitsichtgläser bald sicherlich nicht mehr missen. Für spezielle Situationen gibt es übrigens auch Brillen mit besonderen Gleitsichtbrillengläsern – zum Beispiel für den Arbeitsplatz oder fürs Autofahren.

Was sind Gleitsichtbrillengläser?

Das Gleitsichtglas vereint mehrere Sehbereiche in einem Glas. Deswegen besteht es aus unterschiedlichen Sehzonen, die alle ineinander übergehen. Für Außenstehende ist nicht zu erkennen, ob du eine Multifokalbrille oder eine herkömmliche Einstärkenbrille zur Korrektur einer Kurz- oder Weitsichtigkeit trägst.

Mit einer Gleitsichtbrille siehst du also nicht nur in der Nähe scharf, wie es zum Beispiel bei einer Lesebrille der Fall ist, sondern auch in Zwischendistanzen und in der Ferne. Die Gleitsichtbrillengläser werden genau an deine Augen und deine Fehlsichtigkeit angepasst.

Neben Multifokalgläsern gibt es noch andere Mehrstärkengläser – sogenannte Bifokal- und Trifokalgläser. Bifokalgläser beinhalten zwei verschiedene Sehbereiche, eine für die Nähe und eine für die Ferne. Sicherlich kennst du noch diese Brillengläser, die im unteren Bereich eine zweite Linse haben. Benjamin Franklin hat die Bifokalbrille schon um 1780 erfunden und entwickelt – deswegen nennt man sie auch Franklinbrille.

Trifokalgläser haben nicht nur zwei, sondern drei Sehzonen. Eine für die Nähe, eine für Zwischendistanzen und eine für die Ferne. Eigentlich genauso wie die Gleitsichtbrille, oder? Nicht ganz, denn die Sehzonen von Gleitsichtgläsern gehen stufenlos ineinander über.

Inzwischen haben die Gleitsichtbrillen Trifokal- und Bifokalbrillen so gut wie abgelöst. Die modernen Multifokalgläser sind einfach praktischer und ästhetischer. Der gleitende Übergang zwischen den Sehbereichen ist für dich als Träger deutlich angenehmer.

Gleitsichtgläser bekommst du in verschiedenen Kategorien:

  • Einfaches Gleitsichtglas: Der Sehbereich ist hier am kleinsten. Der Sehkomfort ist also nicht ganz so hoch und du brauchst wahrscheinlich etwas länger, um dich an die Gläser zu gewöhnen.
  • Universalglas: Alle Sehbereiche sind groß und gut nutzbar. Du hast guten Sehkomfort und gewöhnst dich in der Regel schnell an die neuen Gleitsichtgläser.
  • Individuelles Glas: Du profitierst von maximalem Sehkomfort, weil alles auf deine Sehstärke abgestimmt wurde.

Wie funktionieren Gleitsichtgläser?

Gleitsicht- oder Multifokalbrillengläser sind komplex. Sie müssen ganz genau angepasst werden und sind aufwendig herzustellen. Damit du im Nahbereich scharf siehst, sind Gleitsichtgläser unten stärker gekrümmt. Dinge, die nah vor deinem Auge sind, sind meist unten – beispielsweise ein Buch, deine Tastatur oder ein Blatt zum Schreiben. Im Gegensatz dazu sind Gegenstände in der Ferne meist weiter oben – beispielsweise Straßenschilder.

Dementsprechend ist ein Multifokalglas aufgebaut. Je weiter du nach unten schaust, desto weiter kommst du in den Nahbereich. Schaust du nach oben, kommst du in den Fernbereich. In der Mitte liegt der Zwischenbereich.

Wann sich Gleitsichtgläser für dich lohnen

  • Wenn du eine Altersweitsichtigkeit entwickelt hast und zwischen verschiedenen Brillen wechseln müsstest, um gut sehen zu können. Zum Beispiel zwischen einer herkömmlichen Einstärkenbrille und einer Lesebrille, damit du morgens die Zeitung lesen kannst.
  • Wenn du eine Altersweitsichtigkeit entwickelt hast und sonst keine Brille trägst, deine Lesebrille aber nicht ständig auf- und absetzen willst.
  • Du willst mehrere Fehlsichtigkeiten gleichzeitig korrigieren(auch bei Hornhautverkrümmung möglich).
  • Wenn du normalsichtig bist, aber langsam eine Altersweitsichtigkeit entwickelst – der Fernbereich deiner Gleitsichtbrillengläser bekommt dann einen Dioptrienwert der Null oder nahe Null ist.

 

Kann ich eine Gleitsichtbrille auch beim Sport tragen?

Gleitsichtbrillen eignen sich auch für den Einsatz beim Sport. Du bekommst sogar spezielle Sportbrillen mit Multifokalgläsern – sofern deine Werte etwa zwischen -4 und +4 Dioptrien liegen. Falls du gerne Sport im Freien machst und die Sonne stark scheint, lohnt sich auch eine Gleitsichtsonnenbrille.

So gewöhnst du dich schneller an deine Gleitsichtgläser

Bist du dir noch nicht ganz sicher, ob du Gleitsichtbrillengläser haben willst, weil du schon so oft gehört hast, dass Leute sich einfach nicht daran gewöhnen konnten? Keine Sorge, die Wahrscheinlichkeit, dass dir das passiert, ist gering, wenn alles richtig ausgewählt und angepasst wurde.

Obwohl das Alter keine direkte Rolle spielt, ist es sinnvoll, früh mit Gleitsichtgläsern anzufangen – sofern die Indikation gegeben ist. Wenn die Sehstärke in der Nähe noch gering ist, ist die Umgewöhnung nicht so groß.

Wichtig ist auch, dass du deine Gleitsichtbrille jeden Tag trägst – am besten von morgens bis abends. Es ist absolut normal, dass dir zuerst ein bisschen schwindelig wird oder du Kopfschmerzen bekommst. Dein Gehirn gewöhnt sich schneller an die Umstellung, wenn du das neue Sehen trainierst. Dein Sehsinn ist unglaublich anpassungsfähig und stellt sich auf die neuen Begebenheiten ein.

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