Beschlagene Brille mit Mundschutz? So behältst du den Durchblick

 

Du setzt deinen Mundschutz auf und deine Brille beschlägt. Kommt dir bekannt vor? Wir erklären dir, woran es liegt und wie du mit ganz einfachen Tricks den Durchblick behältst.

 

Das Tragen eines Mundschutzes während der aktuellen Coronavirus-Pandemie ist eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, die es Brillenträgern allerdings nicht unbedingt leicht macht. Viele Brillenträger klagen über beschlagene Gläser, durch die sie nur schlecht sehen können. Warum die Brillengläser beschlagen und mit welchen einfachen Tricks du diesen Effekt umgehen kannst, erfährst du hier.

Warum beschlägt die Brille?

Beim Tragen einer Nasen- und Mundschutzmaske entweicht die warme Atemluft nicht geradeaus durch die Maske, sondern an den äußeren Rändern der Maske vorbei und somit auch nach oben, eng an den Brillengläsern vorbei. Wenn die warme Atemluft auf die kühleren Brillengläser trifft, wird sie schlagartig abgekühlt und kann weniger Feuchtigkeit halten. Die jetzt überschüssige Feuchtigkeit kondensiert auf den Gläsern – die Brille ist beschlagen.

Beschlagene Brille verhindern – so geht’s

Was hilft gegen das Beschlagen der Brille? Da gibt es verschiedene Möglichkeiten – du entschiedest, welche für dich am praktikabelsten ist. Probiere einfach einige der folgenden Methoden aus, damit deine Brillengläser nicht immer wieder beschlagen.

Mundschutz eng unter der Brille tragen

Die wahrscheinlich einfachste Lösung des Problems ist es, erst die Maske aufzusetzen und dann die Brille auf die Maske zu setzen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Maske eng unter den Brillengläsern aufliegt und weniger Atemluft nach oben entweichen kann. Dabei sollte die Brille den Mundschutz mit der Nasenauflage oder dem unteren Rand der Fassung an das Gesicht andrücken. Besonders gut geeignet sind Schutzmasken mit eingenähtem Metallbügel an der oberen Kante, wodurch sich die Maske ganz leicht an die Form der Nase anpassen lässt.

Taschentuch

Besitzt der Mundschutz keinen eingenähten Metallbügel, kann auch ein Taschentuch helfen. Falte das Taschentuch der Länge nach und lege es horizontal so auf den Nasenrücken auf, dass es von der oberen Seite der Maske vollständig verdeckt wird. Die Brille kann so etwas enger auf dem Mundschutz aufliegen und das Taschentuch hält die Atemluft zuverlässig ab.

Maske umfalten

Falls sich deine Stoffmaske falten lässt, kannst du den oberen Rand der Maske einmal nach innen umfalten. Dadurch wird der obere Rand der Brille breiter und kann ebenfalls die Atemluft besser abfangen. Hierbei solltest du jedoch darauf achten, dass deine Maske trotzdem noch lang genug ist, um deine Nase und deinen Mund vollständig zu bedecken und die Schutzfunktion der Maske weiterhin gewährleistet ist.

Anti-Beschlag-Beschichtung oder -Spray

Möchtest du dauerhaft eine beschlagene Brille vermeiden, kannst du die Gläser mit einer speziellen Beschichtung versehen lassen. Die sogenannte Anti-Beschlag-Beschichtung basiert auf Nanotechnologie und wird direkt bei der Brillenherstellung auf das Glas gebracht. Durch die Beschichtung wird die Oberfläche hydrophil (wasseranziehend). Wassertropfen zerlaufen bei Kontakt zu einem flachen Film, der die Transparenz nicht weiter beeinträchtigt.

Eine Alternative zu Glasbeschichtungen sind Anti-Beschlag-Sprays für die Brille. Sie werden beidseitig auf die Gläser aufgetragen und mit einem weichen Tuch verteilt. Der entstandene Film verhindert temporär, dass die Gläser beschlagen. In der Praxis hält der Effekt bis zu 72 Stunden an. Danach musst du den Anti-Beschlag-Film mit dem Spray erneuern.

Nie wieder beschlagene Brille dank Kontaktlinsen

Du möchtest beim Tragen deines Mundschutzes lieber auf eine Brille verzichten? Dann eignen sich vielleicht Kontaktlinsen für dich. Sie können nicht beschlagen und eignen sich daher auch besonders gut zum Sport oder Schwimmen. Beim Optiker kannst du ausprobieren, ob du mit dieser Art Sehhilfe zurechtkommst.

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