Asphärische Gläser

 

Asphärische Gläser unterscheiden sich von standardmäßigen Brillengläsern durch ihre geringere Dicke und ihre besondere Form. Sie laufen zum Rand hin flach aus. Das ermöglicht vor allem bei Weitsichtigkeit ästhetischere Gläser, die auch am Glasrand für eine verzerrungsfreie Sicht sorgen.

 

Asphärische Brillengläser überzeugen durch einige Vorteile. Ihr spezieller Schliff sorgt zum Beispiel für eine verzerrungsfreie Sicht an den Rändern des Brillenglases – auch bei starker Fehlsichtigkeit. Außerdem punkten sie im Bereich Ästhetik: Aufgrund ihrer speziellen Form, die zum Rand hin flacher ausläuft, sind asphärische Linsen auch bei hohen Dioptrien relativ dünn.

Zudem lösen sie ein optisches Problem von Brillenträgern vor allem im Plusbereich: Bei starker Weitsichtigkeit erscheinen deine Augen hinter sphärischen Brillengläsern (Standardgläsern) unnatürlich vergrößert. Hinter den dünneren asphärischen Gläsern sehen deine Augen hingegen weniger vergrößert aus. Asphärische Brillengläser sind zudem wesentlich leichter und sorgen für einen besseren Tragekomfort. Auch bei niedrigen Dioptrien profitierst du von diesen Vorteilen. Asphärische Gläser eignen sich aufgrund ihrer speziellen, nach außen hin flach auslaufenden Form ideal bei einer Weitsichtigkeit.

Was sind asphärische Linsen?

In der Regel sind Brillengläser, oder sogenannte Linsen, sphärisch geschliffen, das heißt sie haben eine kugelige Oberfläche. Asphärisch sind in der Fachsprache demnach alle Gläser, die nicht einer gleichmäßigen Kugelform entsprechen. Eine asphärische Linse bedarf in der Regel einer produktionstechnisch anspruchsvollen Herstellung – und erfordert höchste Präzision in der Fertigung. Dieser Mehraufwand lohnt sich vor allem bei Pluswerten.

Verzerrte Sicht am Rand – wenn die Brille an den Rändern unscharf ist

Im Gegensatz zu asphärischen Linsen, kommt es bei sphärischen Linsen zu einer sogenannten sphärischen Aberration (Abweichung) und vor allem bei hohen Dioptrien auftreten: Diese Abweichung zeigt sich dadurch, dass du an den Rändern deiner Brille unscharf oder verzerrt siehst. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn du mit sphärischen Gläsern auf ein kariertes Blatt Papier schaust: In der Mitte erscheinen die Kästchen noch gerade und scharf, je weiter du zur Randzone blickst, desto mehr verschwimmen die Karos jedoch und werden in ihrer Ausrichtung verzerrt dargestellt.

Das hat mit dem kugelförmigen Aufbau der Linse und ihrer Lichtbrechung zu tun. Die Strahlen laufen hier nicht alle durch denselben Brennpunkt, sodass es zu einer Abweichung kommt. Bei Weitsichtigkeit sind Brillengläser konvex geformt und sorgen mit ihrem sammelnden Effekt für scharfes Sehen. Das bedeutet, dass die Glasmitte dicker ist als die Ränder des Glases. Gläser zur Korrektur von Kurzsichtigkeit sind hingegen konkav geformt: Die Glasränder sind in diesem Fall dicker als die Glasmitte. Nicht-asphärische Brillengläser können so zu einer verzerrten Sicht führen. Dies wird vor allem bei einer ausgeprägten Fehlsichtigkeit deutlich.

Asphärische Linsen – Alle Vorteile im Überblick:

  • Verhindern verzerrtes bzw. unscharfes Sehen am Brillenrand auch bei hohen Dioptrien
  • Bieten ästhetische Vorteile, denn sie sind dünner als herkömmliche Gläser
  • Sind leichter als herkömmliche Gläser und sorgen für einen höheren Tragekomfort
  • Wirken aufgrund ihrer geringeren Dicke unnatürlich groß erscheinenden Augen im Plusbereich entgegen
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