Der Index deines Brillenglases

 

Der Brechungsindex eines Brillenglases gibt an, wie stark das Licht gebrochen wird. Je höher dieser Index ist, desto dünner und leichter sind deine Brillengläser. Abhängig von deinen Korrektionswerten wählst du Standardgläser oder Brillengläser mit einem besonders hohem Index aus.

 

Der Brechungsindex spielt bei Brillengläsern eine wichtige Rolle – vor allem für Menschen mit hohen Korrektionswerten. Denn je größer die Dioptrienzahl, desto dicker wird auch das Brillenglas und damit auch schwerer. Glücklicherweise lassen sich Brillengläser heute auch bei starker Fehlsichtigkeit dünner schleifen. Dazu benötigen sie nur eine höhere Brechzahl

Brechungsindex: Definition

Der Brechungsindex von Glas gibt an, wie stark sich das Licht darin bricht. Je höher dieser Index ist, desto dünner können die Brillengläser geschliffen werden. Denn starkbrechendes Material kann eine Fehlsichtigkeit schon bei geringer Wölbung ausgleichen. Bei Kunststoffgläsern liegt der Brechungsindex zwischen 1,5 und 1,74. Mineralische Brillengläser erreichen einen Brechungsindex bis zu 1,9. Dafür sind sie schwerer und brechen leichter als Kunststoff.

So wählst du den richtigen Brechungsindex für deine Brille

Welchen Brechungsindex du für deine Brille brauchst, hängt ganz davon ab, wie stark deine Fehlsichtigkeit ausgeprägt ist. Bei einer niedrigen Dioptrienzahl reicht ein geringer Index aus. Für eine stärkere Korrektur wählst du eine Brille mit höherem Index.

Diese Übersicht der verschiedenen Gläserarten hilft dir bei der Entscheidung:

  • Index 1,5:
    Standardgläser aus Kunststoff sind etwa um die Hälfte leichter als mineralische Gläser. Sie eignen sich hervorragend für Voll- oder Halbrandbrillen und Sehstärken bis zu +/-2,0 Dioptrien.
  • Index 1,6:
    Diese Brillengläser sind bis zu 20 % dünner als die Standardgläser und somit für Sehstärken bis zu +/-3,75 Dioptrien bestens geeignet. Sie werden häufig bei Halbrand- und randlosen Brillen verwendet, da das Material besonders robust ist.
  • Index 1,67:
    Sehr dünne Kunststoffgläser sind bis zu 30 % dünner als Standardgläser. Sie bieten eine einwandfreie Abbildungsqualität. Am besten eignen sie sich für Sehstärken zwischen +/-4,0 und +/-6,0 Dioptrien. Diese Gläser werden ebenfalls besonders gerne bei Halbrand- und randlosen Brillen verwendet, aufgrund ihrer Unempfindlichkeit gegenüber Bruch.
  • Index 1,74:
    Diese Gläser sind so dünn wie möglich geschliffen – bis zu 40 % dünner als Standardgläser. Daher eignen sie sich für besonders hohe Korrektionswerte zwischen +/-6,25 und +/-10,0 Dioptrien. Diese asphärischen Brillengläser mit extrahohem Brechungsindex bieten auch im Randbereich eine hohe Abbildungsqualität.

Tipps für eine leichte Brille mit hohem Brechungsindex

Dank eines hohen Brechungsindexes können Brillen auch bei starker Fehlsichtigkeit leichtgewichtige Alltagsbegleiter sein. Wenn du eine neue Brille kaufst, solltest du auch das Gewicht der Fassung in deine Entscheidung mit einbeziehen. Eine große Brille benötigt größere Gläser, die dementsprechend je nach Stärke schwerer sein können. Randlose und Halbrandbrillen sind leichter als Vollrandbrillen, da hier der Rahmen kaum vorhanden ist. Auch das Material des Rahmens spielt eine Rolle. Metall ist am leichtesten. Kunststoff ist ebenfalls angenehm zu tragen und kann Leichtgewichte wie Horn oder Holz leicht imitieren.

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