Müde Augen: Ursachen, Gegenmaßnahmen und Vorbeugung

 

Müde Augen deuten häufig auf ungünstige Beleuchtung oder Feuchtigkeitsmangel hin. Mit einem gut ausgeleuchteten Arbeitsplatz, Digital-Relax-Brillengläsern, Augenübungen und gesunder Ernährung kannst du Begleiterscheinungen wie gerötete, brennende Augen und dunkle Augenringe vermeiden.

 

Menschen, die viel am Computer arbeiten, kennen das Gefühl: Nach einem langen Arbeitstag brennen die Augen, sind trocken und gerötet, vielleicht bilden sich sogar dunkle Augenringe. All das sind typische Anzeichen für müde Augen. Hier erfährst du welche Ursachen dahinterstecken und was du gegen Augenringe und müde Augen tun kannst.

Was hilft gegen müde Augen?

Die Ursache für müde Augen ist in den meisten Fällen eine übermäßige Beanspruchung des Sehapparats. Dazu kommt es im Alltag häufiger, als dir bewusst ist. Zu den häufigsten Risikofaktoren für müde, schwere Augen gehören:

  • Bildschirmarbeit: Durch die dauerhaft konstante Sehentfernung wird die Augenmuskulatur stark belastet. Gleichzeitig verringert sich die Lidschlagfrequenz; in der Folge wird nicht mehr ausreichend Tränenflüssigkeit produziert – das Auge wird trocken.
  • Geringe Luftfeuchtigkeit: Bei trockener Heizungsluft fällt es dem Auge noch schwerer, ausreichend Tränenflüssigkeit zu produzieren.
  • Autofahren: Bei Regen oder Dunkelheit werden deine Augen durch Lichtreflexionen oder das Blenden entgegenkommender Fahrzeuge beansprucht.
  • Lesen: Ob am Bildschirm oder auf Papier- das Lesen bei ungünstigen Lichtverhältnissen (greller Bildschirm, Dämmerung, schwaches Leselicht) strengt deine Augen auf Dauer an.
  • Alkohol- und Zigarettenkonsum bzw. Aufenthalt in verrauchten Zimmern führt ebenfalls dazu, dass deine Augen trocken werden und gereizt reagieren.
  • Stress und Nährstoffmangel: Wenn du den Eindruck hast, dass du immer müde Augen hast – unabhängig von Tätigkeit und Umgebung – kommen auch Stress oder Nährstoffmangel (beispielsweise an Vitamin A, C, verschiedenen B-Vitaminen oder Eisen) infrage.

 

Meistens liegt der Grund also schlicht in Umgebungsfaktoren, die für die Augen ungünstig sind. Bist du diesen Faktoren dauerhaft ausgesetzt, können übermüdete Augen mit der Zeit sogar zu allgemeiner körperlicher Erschöpfung führen. Wenn du ohne ersichtlichen Grund häufiger unter den folgenden Symptomen leidest, solltest du einen Augenarzt aufsuchen:

  • Schwere Augenlider
  • Gerötete Augen
  • Trockenheitsgefühl
  • Tränende Augen
  • Dunkle Augenringe
  • Schmerzende Augen

Was hilft gegen müde Augen?

Die gute Nachricht ist: Auch wenn du an deiner Arbeitsumgebung nicht viel ändern kannst, es gibt einfache Tipps gegen müde Augen. Wir verraten dir, wie du müde Augen erfrischen, trockenen Augen vorbeugen und damit langfristig sogar deine Augenringe wegbekommen kannst.

Wenn du länger auf einen Bildschirm schaust, etwa auf einen Computermonitor oder Fernseher, dann achte darauf, dass der Raum gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Im besten Fall trifft das Licht seitlich auf die Arbeitsfläche – bei Rechtshändern von links und bei Linkshändern von rechts.

Sobald du bemerkst, dass deine Augen trocken werden, solltest du ihnen eine Pause gönnen. Am besten helfen folgende Augenübungen gegen Müdigkeitserscheinungen:

  • Blinzele mehrmals, wenn deine Augen trocken werden: Das regt die Produktion von Tränenflüssigkeit an, die sich wie ein schützender Film über die Hornhaut legt.
  • Schaue abwechselnd für einige Sekunden in die Ferne und anschließend auf einen Punkt in der Nähe. Das entspannt die Augenmuskulatur, die durch das permanente Fokussieren auf kurze Distanz wahrscheinlich überanstrengt ist. Wiederhole diese Übung ruhig mehrmals pro Stunde.
  • Atme bewusst tief durch – am besten beim Gähnen. Tiefes Einatmen versorgt deinen Körper mit Sauerstoff. Unterstützend solltest du etwa einmal pro Stunde kurz Stoßlüften und so eine ausreichende Sauerstoffzufuhr sicherstellen.
  • Gönne deinen Augen einen kurzen Moment der Entspannung: Dafür erwärmst du zunächst deine Hände, indem du die Handflächen aneinander reibst. Danach legst du die angewärmten Handflächen auf deine geschlossenen Augenlider. Die Wärme hilft deinen Augenmuskeln, sich in kürzester Zeit zu entspannen.

 

Falls du eine Brille trägst, profitierst du eventuell von einer Digital-Relax-Beschichtung der Brillengläser. Dabei handelt es sich um eine Schicht, die den Blaulichtanteil aus dem Licht herausfiltert. Dieses Lichtspektrum steht in Verdacht nicht nur müde Augen, sondern auch Kopfschmerzen und Schlafstörungen zu verursachen und sogar langfristig die Netzhaut zu schädigen.

Sind deine Augen trotz aller Maßnahmen übermäßig trocken, ist eventuell die Luftfeuchtigkeit im Raum zu niedrig. Vor allem im Winter passiert das schnell, da die Heizungswärme eine niedrige Luftfeuchtigkeit begünstigt. Mit einem Luftbefeuchter oder einer Wasserschale auf der Heizung kannst du dem entgegenwirken.

Vergiss außerdem nicht, ausreichend zu trinken – am besten Wasser oder ungesüßten Tee. Wenn der Flüssigkeitshaushalt in deinem Körper stimmt, kommt es auch seltener zu schmerzhaft brennenden Augen.

Im Notfall sorgen Augentropfen mit Hyaluron für Linderung. Entsprechende Produkte bekommst du in jeder Apotheke. Lies aber vor dem Gebrauch unbedingt die Hinweise auf dem Beipackzettel und vereinbare einen Termin beim Augenarzt, falls die Symptome länger anhalten.