Grauer Star (Katarakt)

 

Grauer Star, auch Katarakt genannt, ist eine Trübung der Augenlinse. Alles wird wie durch Nebel wahrgenommen, die Farben werden blasser und das räumliche Sehen nimmt ab. Grauer Star kann nicht durch Medikamente behandelt oder eine Brille korrigiert werden.

Wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist, kann man manchmal sogar die gräuliche Farbe hinter der Pupille sehen. Daher stammt auch der Name. Wenn Betroffene das Gefühl haben, alles durch einen Schleier oder durch Nebel zu sehen, ist vielleicht Grauer Star schuld daran. Aber keine Sorge: Grauer Star ist gut behandelbar.

Bei einem gesunden Auge ist die Augenlinse klar. Ist die Durchsichtigkeit der Augenlinse so stark vermindert, dass die Sicht des Betroffenen durch eine Trübung beeinträchtigt ist, spricht man von einem Grauem Star oder Katarakt. Das deutsche Wort „Star“ ist vom stieren Blick der Betroffenen abgeleitet. Wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist, kann man manchmal sogar die gräuliche Farbe hinter der Pupille sehen. Daher stammt auch der Name. Wenn Betroffene das Gefühl haben, alles durch einen Schleier oder durch Nebel zu sehen, ist vielleicht Grauer Star schuld daran. Aber keine Sorge: Grauer Star ist gut behandelbar.

Das sind die Symptome bei einer Linsentrübung

Der Graue Star verursacht sehr unterschiedliche Symptome, die sich je nach Ausprägung der Trübungsform unterscheiden. Die Entwicklung des Katarakts ist in der Regel ein schleichender Vorgang. Zu Anfang sehen die Betroffenen häufig alles wie durch Nebel oder einen Schleier. Dieser Nebel wird mit der Zeit immer dichter. Weitere Symptome im fortgeschrittenen Stadium sind:

  • erhöhte Blendempfindlichkeit
  • erschlechterte Sicht
  • räumliche Wahrnehmung und Orientierung verschlechtern sich
  • Farben, Kontraste und Konturen verblassen – alles scheint miteinander zu verschmelzen

 

Unbehandelt kann Grauer Star sogar zur Erblindung führen. Deswegen wird das Lesen und allgemein das Sehen in der Nähe mit der Zeit immer schwieriger. Das ist insbesondere beim Autofahren ein großes Problem für Betroffene. Die Symptome schränken Betroffene also im Alltag stark ein.

 

Wie entsteht Grauer Star?

Ganz eindeutig sind die Ursachen für die Linsentrübung trotz umfangreicher Forschung noch nicht. Es gibt jedoch einige Faktoren, die eine Rolle spielen können:

  • Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes
  • Erbkrankheiten und allgemein genetische Veranlagung
  • Verletzungen am Auge
  • Nährstoffmangel
  • Augenentzündungen
  • Medikamente
  • UV-Strahlung
  • Starke Kurzsichtigkeit

 

Entsprechend der aufgeführten Ursachen gibt es verschiedene Formen des Grauen Star:

Der Altersstar (Cataracta sensilis)

90 Prozent aller Katarakte sind Alterskatarakte. Als Ursache Nummer eins ist daher der Alterungsprozess anzusehen und die damit einhergehende Mangelversorgung der Augenlinse. Grauer Star tritt meistens erst nach dem 60. Lebensjahr auf. Der Stoffwechsel der Augenlinse wird langsamer, die Wasserkonzentration nimmt ab. Das führt dazu, dass die Linse verhärtet. Über die Jahre hinterlässt einfallendes Sonnenlicht außerdem Ablagerungen, die die Linsentrübung begünstigen können.

Katarakt bei Allgemeinerkrankungen

Ein sogenannter sekundärer Katarakt kann in Folge von Allgemein- oder Stoffwechselerkrankungen auftreten. Im Falle einer Zuckerkrankheit ist beispielsweise auch der Zuckergehalt im Kammerwasser erhöht. Das führt dazu, dass sich kleine Glukoseteilchen in der Linse einlagern und Grauen Star auslösen können.

Grauer Star durch Verletzungen

Der Cataracta traumatica entsteht durch eine Verletzung des Auges – zum Beispiel durch einen Faustschlag auf den Augapfel, eine Stichverletzung oder den Zusammenstoß mit einem Ball. Wird die Linsenkapsel beschädigt, kann sich schnell eine Trübung entwickeln.

Angeborener Katarakt

Es gibt auch Fälle, in denen der Graue Star wesentlich früher eintritt. Wenn kleine Kinder oder sogar Säuglinge betroffen sind, kann eine Rötelerkrankung der Mutter in der Schwangerschaft die Ursache für den Katarakt sein.

 

Die Behandlung eines Grauen Star ist inzwischen ein Routineeingriff

Grauer Star wird behandelt, indem die getrübte Linse durch eine klare, künstliche Linse ausgetauscht wird. Diese Operation ist relativ leicht durchzuführen und gehört in Deutschland zu den Routineeingriffen. Sie ist sogar eine der Operationen, die am häufigsten in Deutschland durchgeführt werden. Der Eingriff erfolgt meist ambulant und die Komplikationsrate ist gering.

Sobald Betroffene sich in ihrem Alltag eingeschränkt fühlen, ist die Indikation für eine Operation gegeben.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine konservativen oder medikamentösen Maßnahmen, die zu einer Verhinderung, Verzögerung oder Verminderung eines Kataraktes führen. Die Operation ist der einzige Weg, weil das Problem die Trübung der Augenlinse ist.

Wird nach der Behandlung des Grauen Star noch eine Brille gebraucht?

Die Wahrscheinlichkeit, dass nach der Operation eine Brille gebraucht wird, ist recht hoch. Der Augenarzt ermittelt zwar genau, welche Werte die neue Linse haben muss, das ist aber nur bis zu einem gewissen Grad bestimmbar. Häufig zielen die Ärzte auch auf eine schwache Kurzsichtigkeit ab, damit die Patienten in der Zwischendistanz gut ohne Brille auskommen.

Oft brauchen die Betroffenen dann nach wie vor eine Brille für die Nähe und eine für die Ferne. Wenn ein Wechsel zwischen zwei Brillen störend ist, sind Gleitsichtgläser oder Multifokallinsen eine gute Option. Diese gleichen mehrere Fehlsichtigkeiten gleichzeitig aus und ermöglichen scharfes Sehen in allen Distanzen.