Endophthalmitis – gefährliche Infektion des Auges

 

Die Endophthalmitis ist eine entzündliche Reaktion im Auge, die sich äußerst schnell ausbreiten und das Sehvermögen bedrohen kann. Ursache ist häufig eine Verletzung am Auge oder eine Infektion mit Krankheitserregern. Es ist wichtig, dass schnellstmöglich mit der Behandlung begonnen wird.

 

Eine Endophthalmitis ist eine seltene, jedoch sehr ernste entzündliche Infektion im Auge. Sie führt in vielen Fällen zum Verlust des Sehvermögens und muss daher sofort behandelt werden. Im schlimmsten Fall muss bei einer Endophthalmitis das betroffene Auge sogar entfernt werden. Eine Endophthalmitis kann durch exogene oder endogene Faktoren verursacht werden. Exogene Faktoren sind solche, die von außen auf den Körper wirken, während endogene Faktoren im Körper selbst wirken.

Die exogene Endophthalmitis äußert sich in einer Infektion der Hornhaut und wird fast immer durch eine Verletzung des Auges verursacht. So kann sie unter anderem nach Operationen am Auge auftreten, wenn die sehr hohen Anforderungen an die Sterilität nicht erfüllt wurden. In etwa einem von 700 Fällen kommt es zu einer Endophthalmitis nach einer Katarakt-OP mit Symptomen wie starken Schmerzen und Sehstörungen. Ein Katarakt, eine Trübung der Augenlinse, ist auch als „Grauer Star“ bekannt.

Die endogene Endophthalmitis hingegen ist eine Folgeinfektion und rührt daher, dass Krankheitserreger andere Organe im Körper befallen haben. Solche Krankheitserreger können zum Beispiel Bakterien, Viren oder Pilze sein. Sie gelangen über die Blutbahn zum Auge und lösen dort die Infektion aus. Besonders anfällig für eine endogene Endophthalmie sind Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, zum Beispiel aufgrund von Erkrankungen wie Diabetes oder AIDS.

Verlauf der Endophthalmitis

Die Infektion breitet sich in der Regel sehr schnell aus, da der Glaskörper des Auges nur über eine sehr geringe Immunabwehr verfügt. Daher kann bereits nach kurzer Zeit das Sehvermögen bedroht und beeinträchtigt sein. Wenn die Endophthalmitis nicht umgehend behandelt wird, ist das Sehvermögen nicht mehr zu erhalten. Mitunter wird ein operativer Eingriff direkt am Glaskörper notwendig. Auch kann es zu einer chronischen Infektion kommen, die die Sehkraft dauerhaft einschränkt.

Insgesamt ist die Prognose bei einer Endophthalmitis äußerst ungünstig.

Endophthalmitis – Symptome und Warnzeichen

Die Infektion geht häufig mit sehr starken, dumpfen Schmerzen im Auge einher. Zusätzlich können die Bindehaut anschwellen und eine starke Rötung des Auges auftreten. Meist ist auch die Sehschärfe betroffen. Bei diesen oder ähnlichen Symptomen muss sofort gehandelt werden.

Die Symptome der Endophthalmitis sind außerdem typisch für unterschiedliche Augenerkrankungen, von denen mehrere das Augenlicht bedrohen können. Bemerkst du eines oder sogar mehrere dieser Symptome, solltest du den Arztbesuch keinesfalls aufschieben.

Diagnose und Therapie der Endophthalmitis

Bei der Endophthalmitis ist es besonders wichtig, dass die Diagnose korrekt gestellt wird, da nur so die richtige Behandlung schnellstmöglich eingeleitet werden kann. Die Erreger einer Endophthalmitis lassen sich im Kammerwasser oder im Glaskörper des Auges nachweisen.

Die Therapie der Endophthalmitis zielt darauf ab, die Ausbreitung der Infektion zu verhindern und die Entzündung selbst zu bekämpfen. Dazu werden Antibiotika eingesetzt, und zwar sowohl lokal direkt im oder am Auge (zum Beispiel in Form von Augentropfen) als auch systemisch (zum Beispiel mit einem Breitbandantibiotikum in Tablettenform). Die Behandlung muss sofort, am besten innerhalb von Stunden, erfolgen. Je früher die Therapie beginnt, desto günstiger ist die Prognose.

Wenn sich die Infektion auf diese Weise nicht aufhalten lässt, besteht eine letzte Therapie der Endophthalmitis in einer Vitrektomie, einer Operation, bei der Teile des Glaskörpers entfernt werden.