Online-Sehtest

Das menschliche Auge ist eines unserer komplexesten Sinnesorgane, das zusammen mit unserem Gehirn eine Einheit bildet. Lichtstrahlen, die in unseren Augen eintreffen, werden blitzschnell umgewandelt und an das Gehirn weitergeleitet. Dort werden die einzelnen Seheindrücke von dem rechten und dem linken Auge zu einem Gesamtbild verwandelt.

Damit wir ein deutliches Bild sehen, stellt sich das Auge ähnlich wie der Zoom einer Kamera auf die einzelnen Entfernungen ein. Im Auge befinden sich einzelne Muskeln, die die Krümmung der Augenlinse auf die jeweilige Sehentfernung anpassen. So wird beispielsweise ein Gegenstand, der betrachtet werden möchte, auch deutlich gesehen.

Diese Anpassung der Augenlinse wird als Akkommodation bezeichnet. Funktioniert diese Einstellung nicht, wird das Bild nur teilweise deutlich gesehen oder es erscheint ggf. komplett unscharf. Das Gehirn und die Muskulatur der Augen versuchen diese Unschärfe immer auszugleichen. Dadurch können zum Beispiel permanente Kopfschmerzen oder auch ein Druckgefühl an den Augen entstehen. Mit einem Sehtest können Sie sich vergewissern, ob Sie gegebenenfalls eine Sehhilfe benötigen.

Das Sehvermögen kann mit verschiedenen Testverfahren geprüft werden. Viele Augenärzte und Augenoptiker greifen dabei auf einen sehr bekannten Sehtest zurück, der manuell bei jedem Prüfling durchgeführt wird. Dieser Sehtest zeigt einzelne Buchstaben in immer kleiner werdenden Reihen. Die getestete Person liest die Buchstaben Zeile für Zeile laut vor. Je mehr Zeilen korrekt abgelesen werden, desto besser ist das Sehvermögen.

Der Sehtest wird für jedes Auge gesondert durchgeführt. Besitzen Sie bereits eine Sehhilfe, beginnt der Sehtest mit den Werten, die in Ihrer Brille vorhanden sind. Eine Veränderung der Sehstärke und der Sehleistung kann dadurch deutlich gemacht werden. Zu einer gründlichen Untersuchung der Augen gehören neben dem klassischen, manuellen Sehtest, einige Untersuchungen, die zum Beispiel zur (Früh-)Erkennung spezieller Augenerkrankungen dienen. Einige dieser Tests sollten ab einem gewissen Alter in regelmäßigen Abständen durch einen Augenarzt erfolgen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Arten von Fehlsichtigkeit besonders weit verbreitet sind, welche Ursachen ihnen zugrunde liegen, und wie Sie diese im Selbsttest oder gemeinsam mit Ihrem Augenarzt feststellen können.

Die wichtigsten Sehschwächen kurz erklärt:

Etwa jeder vierte in Deutschland ist kurzsichtig. Eine Kurzsichtigkeit (Myopie) ist entweder angeboren oder kann sich ca. bis Anfang/Mitte des 20. Lebensjahres entwickeln. Hierbei werden Objekte, die sich in naher Umgebung befinden, deutlich gesehen. Je nach Höhe der Kurzsichtigkeit werden z.B. Gegenstände, in mittleren oder weiteren Entfernungen, nur unscharf oder auch komplett verschwommen wahrgenommen.
Eine Ursache hierfür liegt in der Länge des Augapfels. Gegenüber einem "normalen Auge", ist das eines Kurzsichtigen zu lang. Die Lichtstrahlen treffen sich nicht in einem Punkt auf der Netzhaut, sondern bündeln sich schon vorher. Auf der Netzhaut entsteht ein Zerstreuungskreis, der gleichzeitig die Ursache für ein unscharfes Sehen ist.
Eine andere mögliche Ursache ist eine falsche Brechung der Lichtstrahlen im Auge. Denn durch die zu hohe Brechkraft des Auges, werden die Lichtstrahlen in einem Punkt gebündelt, der sich schon vor der Netzhaut befindet. Die Länge des Augapfels ist dabei völlig normal. Durch den Zerstreuungskreis, der sich auf der Netzhaut bildet, entsteht wieder ein unscharfes Bild.

Erste Anzeichen einer Kurzsichtigkeit machen sich beispielsweise beim Autofahren bemerkbar.
Sollten Sie sich unsicher sein, gibt Ihnen ein Sehtest beim Augenarzt oder bei einem ortsansässigen
Optiker eine genaue Auskunft.

Bei einer Weitsichtigkeit (Hyperopie) können Objekte, die sich in weiteren Distanzen befinden, deutlich gesehen werden. Verringert sich dich Distanz zu einem Gegenstand, wird dieser immer unschärfer. Im Gegensatz zu Kurzsichtigen, können sich Weitsichtige durch eine kontinuierliche Anspannung der Augenmuskeln auf die Entfernung des Gegenstandes einstellen. Die Umgebung oder der Gegenstand wird zwar deutlich gesehen, jedoch kann diese ständige Belastung der Augen unterschiedliche Folgen wie z.B. Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwächen mit sich führen.

Die Länge des Augapfels ist, im Vergleich zu einem Normalsichtigen, zu kurz. Die Lichtstrahlen, die ins Auge einfallen, treffen sich nicht in einem Punkt auf der Netzhaut, sondern virtuell dahinter.
Eine andere Ursache kann die falsche Brechkraft des Auges sein. Diese ist im Verhältnis zur Länge des Augapfels zu gering. Die Bündelung des Lichtes findet auch hier wieder virtuell hinter der Netzhaut statt. In beiden Fällen entsteht auf der Netzhaut ein Zerstreuungskreis, der die Ursache für ein unscharfes Bild darstellt.

Liegt die Ursache einer Weitsichtigkeit an der zu kurzen Bauart des Auges, kann sich diese ggf.
durch das Wachstum des Kindes im Schulalter positiv verändern.

Bei einem normalsichtigen Auge ist die Hornhaut in allen Richtungen gleichmäßig gewölbt - die Form ist vergleichbar wie die einer Halbkugel. Liegt eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) vor, so hat diese nicht in allen Richtungen die gleiche Wölbung. Die Form ähnelt eher einer Ovalen. Im Auge werden die Lichtstrahlen durch die unterschiedlichen Krümmungen auch unterschiedlich stark gebrochen. Dadurch werden die Strahlen nicht mehr in einem Punkt gebündelt, sondern in zwei Punkten unterteilt – die Folge ist ein unscharfes Sehen in allen Entfernungen. Eine Hornhautverkrümmung kann zusätzlich zu einer Weit- oder Kurzsichtigkeit auftreten. Rund jeder fünfte Kurz- oder Weitsichtige ist zusätzlich von einer Hornhautverkrümmung betroffen.

Es gibt verschiedene Ursachen für eine Hornhautverkrümmung:

  • Eine Verformung der Hornhaut
  • Eine Verformung der Augenlinse
  • Durch eine Erkrankungen der Hornhaut
  • Durch eine Operationen an der Hornhaut/am Auge

Eine erste Einschätzung, ob Sie eine Hornhautverkrümmung haben, lässt sich mit Hilfe eines einfachen Tests, dem sogenannten Strahlenstern, ermitteln. Diesen Test können Sie auch bequem von zu Hause durchführen. Es handelt sich dabei um einen Halbkreis, der aus vielen, gleichmäßig angeordneten Linien besteht. Diese sind von 0 bis 180° in Form eines Halbkreises unterteilt.

Betrachten Sie das Bild des Strahlensterns jeweils nur mit einem Auge. Sehen Sie einen Strich deutlicher bzw. schwärzer, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit eine Hornhautverkrümmung vor. In diesem Fall sollten Sie Ihre Augen bei einem Augenarzt oder Augenoptiker vor Ort überprüfen lassen.

Sehtest zur Ermittlung der Fern- und Nahstärke

Über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland ist entweder kurzsichtig oder weitsichtig. Eine solche Fehlsichtigkeit liegt vor, wenn sich die ins Auge einfallenden Lichtstrahlen nicht in einem Punkt auf der Netzhaut treffen, sondern vor oder hinter der Netzhaut. Trifft einer dieser Fälle zu, entsteht entweder in der Ferne oder in der Nähe ein unscharfes Bild. Durch das Tragen einer Brille wird die Fehlsichtigkeit korrigiert, so dass ein scharfer Seheindruck in allen Entfernungen entsteht.

Ein Sehtest, der bei einem Augenoptiker oder Augenarzt durchgeführt wird, gibt Ihnen die genaue Auskunft, ob Sie eine Sehhilfe in Form einer Brille oder Kontaktlinsen, benötigen. Mit Hilfe verschiedener Sehtests, werden die Art und die Höhe der Fehlsichtigkeit ermittelt. Erste Einschätzungen lassen sich jedoch, durch einfache Tests, bequem von zu Hause ermitteln.

Altersweitsichtigkeit:
Sehtest für eine Lesebrille

Ab Anfang/Mitte des 40. Lebensjahres kann die sogenannte Altersweitsichtigkeit eintreten. Buchstaben in Zeitungen oder Büchern können, je nach Ausmaß der Altersweitsichtigkeit, nur unscharf oder auch gar nicht deutlich gesehen werden. Oftmals wird versucht, durch das Vergrößern des Leseabstandes wieder auszugleichen damit die Schrift wieder besser lesbar ist. Die Ursache der Altersweitsichtigkeit, ist ein ganz normaler Alterungsprozess der Augenlinse. Diese verliert mit zunehmendem Alter immer mehr an Elastizität und kann sich dadurch immer weniger auf nahe Objekte einstellen. Der Punkt des schärfsten Sehens entfernt sich dabei immer weiter von Ihnen.

 

Wird das Lesen der Tageszeitung immer schwieriger, liegt der Gedanke eine Brille zum Lesen zu verwenden sehr nahe. Sie können selbst eine erste Überprüfung vornehmen, indem Sie einen Online-Nah-Sehtest absolvieren. Dieser ist ähnlich aufgebaut, wie der Sehtest für die Ferne. Auf einer Lesetafel werden einzelne Sätze in immer kleiner werdenden Schriftgrößen gezeigt. Die Lesetafel sollte sich in Ihrer gewohnten Leseentfernung befinden. Je kleiner die entzifferten Sätze sind, desto besser ist Ihre Sehkraft. Dieser Online-Sehtest dient zur ersten Einschätzung und ersetzt keine richtige Augenüberprüfung, die immer durch den Augenarzt oder Augenoptiker erfolgen sollte.

Kontrastsehtest: Schwierigkeiten beim Hell-Dunkel-Sehen

Rund 14 Prozent der Bevölkerung sind, dem Bundesverband der Augenärzte Deutschlands e.V. zufolge, von der sogenannten Nachtblindheit betroffen.

Das bedeutet, dass Ihre Augen Schwierigkeiten haben, sich an die Dunkelheit anzupassen. Dadurch können Einschränkungen oder ein vollständiger Ausfall beim Sehen erfolgen.

 

In der Netzhaut befinden sich Millionen von Sinneszellen, die sogenannten Sehstäbchen und Sehzapfen. Für das Sehen am Tag sind die Sehzäpfchen zuständig und für die Nacht die Sehstäbchen. Fällt Licht in das Auge ein, so werden diese Zellen aktiviert. Dieser Reiz wird von den Nervenzellen aufgenommen und an das Gehirn weitergeleitet. Anschließend findet dort die Verarbeitung der Reize von beiden Gesichtshälften zu einem Gesamtbild statt.

Ist die Funktion der Sehstäbchen gestört oder vollständig ausgefallen, kann die Umgebung nur eingeschränkt oder gar nicht gesehen werden. Diese Funktionsstörung oder ggf. auch Funktionsausfall der Stäbchen kann unterschiedliche Ursachen haben:

Ursache Auswirkung
Grauer Star (Katarakt) Die Betroffenen klagen über eine verschwommene Sicht und fühlen sich bei im Dunkeln plötzlich auftauchenden Lichtquellen stark geblendet, beispielsweise durch Autoscheinwerfer bei der nächtlichen Autofahrt. Es handelt sich nicht wirklich um eine Nachtblindheit, da die Ursache nicht von den Stäbchen stammt, sondern von den Folgen des Grauen Stars.
Grüner Star (Glaukom) Beim Grünen Star liegt ein erhöhter Augeninnendruck vor, der den Sehnerv beschädigen kann. Das Gewebe rund um diesen Bereich stirbt langsam ab. Davon können auch die Stäbchen betroffen sein.
Diabetes Mellitus Durch die Zuckerkrankheit ergibt sich ein erhöhtes Risiko für die Erkrankung an einer Nachtblindheit. Ursächlich hierfür sind die Schäden an der Netzhaut, die durch Diabetes Mellitus hervorgerufen werden und die bis zur vollständigen Erblindung führen können.
Mangel an Vitamin A Ein Vitamin-A-Mangel kann zur Nachtblindheit, im schlimmsten Fall sogar bis zur vollständigen Erblindung führen. Liegt im Körper nicht genügend Vitamin A vor, können die Sehstäbchen Ihre Funktion nicht aufrechterhalten. Diese Art der Nachtblindheit kommt in den westlichen Ländern fast nur infolge von Leberschäden oder chronischen Magen-Darm-Erkrankungen vor.
Retinopathia pigmentosa (Netzhautdegeneration) Bei dieser meist erblich bedingten Erkrankung werden die Stäbchen nach und nach zerstört. Dadurch verschlechtert sich das Sehen immer mehr, bis hin zu Einschränkungen oder zu vollständigen Ausfällen des Gesichtsfelds.

 

Sollten Sie Schwierigkeiten mit der Anpassung der Augen an schlechte Lichtverhältnisse haben oder sich beim nächtlichen Autofahren häufig geblendet fühlen, sollten Sie dies von Ihrem Augenarzt abklären lassen. Dieser wird eine sogenannte Dunkeladaption durchführen. Mithilfe eines speziellen Gerätes, dem Adaptometer, wird gemessen, wie schnell sich Ihre Augen an die Dunkelheit anpassen (Adaptation) bzw. gewöhnen. Sollte sich dabei herausstellen, dass eine Nachtblindheit vorliegt, wird die Ursache untersucht. Dies erfolgt durch eine entsprechende Anamnese und weitere Untersuchungsmethoden, die Rückschlüsse auf eine evtl. Augenerkrankung geben.

Einen verlässlichen Online-Sehtest, um Nachtblindheit festzustellen, gibt es zwar nicht, jedoch können Sie Ihre Augen auf die Probe stellen. Halten Sie sich zunächst in einer taghellen Umgebung auf und wechseln Sie anschließend in einen fast vollständig abgedunkelten Raum. Bereits nach zwei bis fünf Minuten sollten sich Ihre Augen so weit an die Dunkelheit angepasst haben, dass Sie Personen oder Gegenstände im Raum wieder schemenhaft erkennen können. Bleibt diese Anpassung aus, ist eine genaue Überprüfung durch den Augenarzt empfehlenswert.

Farbsehtest: Wenn rot und grün gleich aussehen

Die Farbblindheit ist eine Störung der Farbwahrnehmung, die sehr häufig vorkommt. Rund 5% der Bevölkerung sind betroffen, davon überwiegend Männer. Umgangssprachlich ist die Rede von Farbenblindheit, wenn die Person bestimmte Farbtöne nicht klar oder überhaupt nicht wahrnehmen kann. Genau genommen ist dies nicht korrekt, denn neben der eher seltenen Farbenblindheit tritt insbesondere die Farbsehschwäche auf. Diese fällt jedoch nicht so stark ins Gewicht, da sich viele Situationen im alltäglichen Leben problemlos gestalten lassen. Eine besondere Ausnahme wäre jedoch die rot-grün-Schwäche im Straßenverkehr. Je nach Ausprägung kann sich beispielsweise die Farberkennung an Verkehrsampeln als äußerst schwierig darstellen.

Um Farben wahrnehmen zu können, enthält die Netzhaut des menschlichen Auges sogenannte Sehzapfen. Man unterscheidet Rot-, Grün- und Blauzapfen, die für die jeweiligen Farbbereiche zuständig sind. Nur zusammen sind sie in der Lage, das gesamte Farbspektrum abzudecken, welches das menschliche Auge erkennen kann. Fehlt eine Zapfenart oder ist die Funktion der Sehzapfen gestört, können Farbsehschwächen auftreten. Diese können nicht nur die drei Primärfarben rot, grün oder blau betreffen, sondern auch die Farben, die sich aus der Mischung der drei Grundfarben untereinander entstehen (z. B. rosa bei einer Rotschwäche).

Arten der Farbsehschwäche Ursache und Auswirkung
Farbenblindheit (Achromasie) Farbenblinde Menschen können keine Farben wahrnehmen, da sämtliche Zapfen fehlen oder nicht korrekt funktionieren. Ihr Bild besteht lediglich aus Schwarz-, Weiß- und Grautönen. Mit der Achromasie gehen gewöhnlich weitere Sehschwächen einher (z. B. eine starke Kurzsichtigkeit).
Grünschwäche (Deuteranomalie) Von der Grünschwäche betroffene Menschen besitzen zwar Grünzapfen, jedoch funktionieren diese nicht richtig. Sie können daher die Farbtöne Rot und Grün sehr schlecht unterscheiden.
Rotschwäche (Protanomalie) Bei der Rotschwäche hingegen sind die Rotzapfen nicht voll funktionsfähig, wenn auch vorhanden. Auch hier fällt der Unterschied zwischen den Farbtönen Rot und Grün schwer.
Blauschwäche (Tritanomalie) Die Blauzapfen sind vorhanden, funktionieren aber nicht richtig, wodurch blaue und gelbe Farbtöne kaum zu unterscheiden sind.
Grünblindheit (Deuteranopie) Eine Grünblindheit entsteht, wenn die Grünzapfen komplett fehlen. Eine Unterscheidung von Rot und Grün ist dadurch nicht mehr möglich.
Rotblindheit (Protanopie) Bei der Rotblindheit hingegen fehlen die Rotzapfen vollständig. Analog sind Rot und Grün nicht zu unterscheiden.
Blaublindheit (Tritanopie) Sind Menschen von der Blaublindheit betroffen, fehlen ihre Blauzapfen komplett und sie sind nicht in der Lage, Blau und Gelb voneinander zu unterscheiden.

 

Eine vollständige Farbenblindheit wird gewöhnlich schon bei kleinen Kindern im Alter von zwei bis drei Jahren festgestellt. Während andere Kinder nämlich längst Farben benennen und gezielt auswählen können, will ihnen dies nicht gelingen. Schwieriger wird es hingegen bei einer partiellen Farbenblindheit oder einer Farbsehschwäche, da diese nicht eindeutig zum Tragen kommt. Benennt eine Person im Alltag jedoch wiederholt Farben falsch, liegt ein erster Verdacht sehr nahe.

Ob bei Ihnen eine Farbsehschwäche oder -blindheit vorliegt, können Sie mithilfe der sogenannten Ishihara-Farbtafeln überprüfen. Dieser Sehtest besteht aus einem großen Farbkreis, der wiederum mit vielen, kleineren Farbkreisen gefüllt ist. In diesem Farbkreis werden Zahlen oder Buchstaben mit Hilfe der kleinen Farbkreise dargestellt. Damit die Wiederkennung von Zahlen und Buchstaben in diesem Test möglichst gering ausfällt, werden gleich helle Farbtöne in den einzelnen Farbkreisen verwendet. Je nachdem was Sie beim Betrachten der Tafeln ablesen, lässt sich erkennen, ob Sie normalsichtig sind oder eine Blau-, Grün- oder Rotschwäche haben. Personen, die beispielsweise unter einer Grünschwäche leiden, lesen eine andere Zahl ab, als der Normalsichtige oder Menschen mit einer Rotschwäche.

Sollten Sie den Eindruck haben, dass Sie gewisse Farbtöne anders wahrnehmen oder überhaupt nicht sehen können, möchten wir Ihnen empfehlen, Ihre Augen bei einem Augenarzt prüfen zu lassen. Dieser führt bei Ihnen einen Sehtest Mithilfe eines Anomaloskops durch. Dabei müssen Sie am Gerät eine vorgegebene Farbe mithilfe der Zugabe von rot und grün anpassen, sodass ein bestimmter Gelbton entsteht. Durch die gewählten Farbanteile kann Ihr Augenarzt einen Anomalie-Quotienten errechnen, der Aufschluss über Ihre Farbsehschwäche gibt.

Augenarzt finden - Sehtest durchführen lassen

Ob Kurz- oder Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung oder Farbsehschwäche – mit einem Sehtest im Internet können Sie erste Einschätzungen gewinnen, ob Sie eine gute Sehfähigkeit haben oder diese mit einer Brille verbessert können. Doch eines kann Ihnen ein Online-Sehtest nicht verschaffen: Gewissheit.

Einen Sehtest unter den richtigen Prüfbedingungen sowie sichere und korrekt interpretierte Messergebnisse erhalten Sie nur, wenn Sie sich an einen Facharzt oder einen Augenoptiker vor Ort wenden. Diese verfügen über die passenden Geräte für die notwendigen Tests und Untersuchungen.

Damit Sie schnell und einfach einen Augenarzt finden können, haben wir für Sie eine Augenarzt-Suche eingebunden. Bestätigen Sie lediglich die Standort-Abfrage Ihres Internet-Browsers und der Kartenausschnitt zeigt Ihnen Fachärzte in Ihrer unmittelbaren Umgebung an, bei denen Sie einen professionellen und zuverlässigen Sehtest durchführen können.