Augendruck - Was bedeutet das?

Wenn Sie einen starken Druck im Auge bemerken, kann dies ein Zeichen für einen erhöhten Augeninnendruck sein. Im normalen Zustand besitzt das Auge einen normalen Innendruck zwischen 10 und 21 mmHG (Torr). Dieser Druck sorgt zum Beispiel für einen gleichbleibenden Abstand zwischen Netzhaut, Linse und Hornhaut. Um diese Aspekte zu regulieren wird der Augendruck durch ab- bzw. zufließen von Kammerwasser kontrolliert. In der Nacht und am Morgen ist der Druck dabei höher als tagsüber. Gewisse Schwankungen des Augendrucks sind demnach also völlig normal.

Zu hoher oder zu niedriger Augendruck

Über einen längeren Zeitraum gesehen kann ein dauerhaft zu niedriger oder zu hoher Augendruck schlimme Folgen für das Sehvermögen haben. Wie bereits beschrieben, sorgt der optimale Druck für den konstant richtigen Abstand der Netzhaut. Ein zu niedriger Druck, bedingt durch eine zu geringe Kammerwasserproduktion, kann zu einer Ablösung der Netzhaut führen. Wenn eine rechtzeitige Behandlung versäumt wird, kann das betroffene Auge erblinden. Auf der anderen Seite kann ein zu hoher Augeninnendruck ebenfalls schwerwiegende Folgen für das Auge haben. Der erhöhte Druck ist die Folge eines zu starken Zuflusses oder zu schwachen Abflusses des Kammerwassers. Eine mögliche Folge ist die Bildung eines sogenannten Glaukoms, auch Grüner Star genannt. Diese Schädigung des Sehnervs erfordert ebenfalls eine schnelle medizinische Betreuung.

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Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Zunächst einmal sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen. Dieser wird an dem betroffenen Auge zunächst prüfen, ob starke Abweichungen zum normalen Augendruck vorhanden sind. Dafür werden sowohl die Tagesdruckkurve als auch der Tagesdruck zu unterschiedlichen Zeiten am Tag gemessen. Sollte zum Beispiel ein Glaukom festgestellt worden sein, wird dieses häufig mit modernen Augentropfen behandelt. Diese Tropfen senken den Augendruck für eine gewisse Zeit und stellen durch Ihre Wirkung den normalen Augendruck wieder her. Die Wirkungsdauer der Tropfen beläuft sich ungefähr auf einen halben Tag, sodass Sie lediglich zwei Mal am Tag diese Tropfen nehmen müssen. Trotz dieser Tropfen sollten Sie jedoch weiterhin Ihren Augenarzt regelmäßig aufsuchen. Dieser hält auch weitere Informationen zum Thema Augendruck für Sie bereit.