Nachtblindheit – hilft eine Brille?

Nachtblindheit

Menschen, die unter Nachtblindheit leiden, sehen im Dunkeln kaum oder gar nicht. Auf Brille24.de informieren wir Sie über Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten dieser Beeinträchtigung.

Im gesunden Zustand kann sich das Auge an die Dunkelheit anpassen. Diese Reaktion (Dunkeladaption) wird von der Netzhaut geleistet und beruht auf einer chemischen Reaktion in den Sinneszellen. Es dauert jedoch eine gewisse Zeit (zum Teil bis zu 25 Minuten), bis die volle Leistungsfähigkeit erreicht ist und die Umwelt in Grauabstufungen wahrgenommen werden kann. Ist diese Anpassung und damit die Sehfähigkeit im Dunkeln eingeschränkt, kann es sich um eine angeborene Nachtblindheit (Hemeralopie) oder um Symptome einer Erkrankung bzw. Mangelerscheinung handeln. Die Betroffenen sehen bei Dämmerung und Dunkelheit verschwommen und werden durch Lichtquellen mitunter stark geblendet. Besonders im Straßenverkehr kann dies zu Problemen führen.

Nachtblindheit: Mögliche Ursachen der Symptome

Die eingeschränkte Sehfähigkeit bei Dämmerung und Dunkelheit kann verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch nicht um eine angeborene, erblich bedingte Nachtblindheit. Diese beruht auf der Funktionsstörung oder einem vollkommenen Ausfall der für das Dunkelsehen verantwortlichen Sinneszellen (Stäbchen). Zu den angeborenen Formen gehören die Kongenitale stationäre Nachtblindheit, Morbus Oguchi und Fundus albipunctatus. Sind andere Erkrankungen – wie Retinopathia pigmentosa, diabetische Retinopathie, Grauer oder Grüner Star – Ursache für die eingeschränkte Sehfähigkeit im Dunkeln, spricht man von erworbener Nachtblindheit. Sie wird entsprechend des jeweiligen Krankheitsbildes von weiteren Symptomen begleitet. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann zu einer Schädigung der Stäbchen führen. Probleme bei der Dunkeladaptation der Augen können ebenfalls auf einen Vitamin-A-Mangel zurückzuführen sein. Dieser ist in der westlichen Welt jedoch eher selten.

Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten der Nachtblindheit

Ob eine Nachtblindheit besteht und, wenn ja, welche Form, stellt der Augenarzt durch verschiedene Untersuchungen fest. Mithilfe eines sogenannten Adaptometers kann er z.B. bestimmen, wie sich das Auge an die Dunkelheit anpasst. Inwieweit die Stäbchen auf eintreffendes Licht reagieren, lässt sich mit einem Elektroretinogramm (ERG) feststellen. Wichtiger Teil der Diagnose ist außerdem die Anamnese, bei der wichtige Fragen zu den Beschwerden und der bisherigen Krankheitsgeschichte geklärt werden.

Die Behandlungsmöglichkeiten einer Nachtblindheit variieren je nach zugrundeliegender Ursache. Angeborene Formen lassen sich derzeit nicht therapieren. Auch bei der Retinopathia pigmentosa sind die Möglichkeiten eingeschränkt. Elektronische Netzhautimplantate können den Betroffenen jedoch helfen. Bei einem Vitamin-A-Mangel lassen sich die Symptome mit einer ausreichenden Aufnahme des Vitamins lindern. Ist eine andere Grunderkrankung für die Nachtblindheit verantwortlich, zielt die Therapie auf deren Symptome oder Ursache ab. Im Gegensatz zu anderen Einschränkungen der Sehfähigkeit – zum Beispiel bei Weit- oder Kurzsichtigkeit – lässt sich die Nachtblindheit nicht mithilfe einer Brille korrigieren.

Anders ist es, wenn Sehbeschwerden auf einer Fehlsichtigkeit beruhen. Diese Beschwerden machen sich in der Dunkelheit zum Teil stärker bemerkbar. So kann Blendungsempfindlichkeit auf eine Kurzsichtigkeit hinweisen. In diesem Fall können die Symptome der „Nachtblindheit“ mit einer Brille gelindert werden.

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Nachtblindheit – hilft eine Brille?
Datum: 13. Dezember 2016
Kategorie: Optiker-Beratung